Tief „Gunda“
Glatteis-Gefahr verlagert sich in den Osten Deutschlands
In einigen Bundesländern sind die Schulen zu, der ADAC und der Bundesverkehrsminister mahnen zur Vorsicht: In weiten Teilen Deutschlands soll es am Montag durch gefrierenden Regen gefährlich glatt werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für mehrere Bundesländer eine Unwetterwarnung wegen Glatteis aus.
„Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei“, sagte Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) der „Bild“-Zeitung mit Blick auf Tief „Gunda“, das auf Wintersturm „Elli“ folgte. Laut DWD besteht vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands hohe Glättegefahr.
Im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen am Montag wegen der Glatteis-Gefahr ebenso geschlossen wie in Niedersachsen und in Bremen. Der Präsenzunterricht fällt aus. Die Behörden in Niedersachsen verwiesen darauf, dass ein sicherer Schülertransport nicht gewährleistet werden könne. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln.
In NRW werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit. Einen extra Tag Ferien gibt es für die Schülerinnen und Schüler deshalb aber nicht: „Es ist kein schulfrei - die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten“, betonte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.
Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.
Auch in Bremen bekommen die Schülerinnen und Schüler wegen der Blitzeis-Gefahr Distanzunterricht. „Ziel ist es, Risiken auf den Schulwegen zu vermeiden und die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten zu gewährleisten“, sagte eine Sprecherin des Bildungsressorts. Für Schülerinnen und Schüler, die nicht zu Hause betreut werden können, wird an den allgemeinbildenden Schulen eine Notbetreuung organisiert. Schulbusse fahren am Montag nicht.
Der ADAC empfahl, auf unnötige Autofahrten zu verzichten. Gerade bei Blitzeis solle man das Auto lieber stehenlassen, warnte ein Sprecher.
In der Nacht meldeten die Polizeibehörden in den betroffenen Ländern zunächst keine glättebedingten Unfälle. Einige Sprecher wiesen jedoch darauf hin, dass sich die Auswirkungen des Wetters erst am Nachmittag zeigen werden.
Die Deutsche Bahn rechnet für Montag trotz der Warnungen nur mit kleineren Einschränkungen durch den gefrierenden Regen. Am Wochenende hatte Wintersturm „Elli“ im Norden Deutschlands noch für massive Einschränkungen im Fernverkehr gesorgt. Es sei nicht davon auszugehen, dass es erneut so große Probleme wie am Freitag und Samstag geben könnte, sagte der Chef des für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Unternehmens DB InfraGo, Philipp Nagl. Am Montag seien aber noch Einschränkungen im Zugverkehr im Norden Deutschlands möglich.
Für weite Teile Deutschlands gilt weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis. Während sich die Situation etwa am Niederrhein schon wieder entspannte, gilt die Warnung des DWD etwa für Erfurt noch bis 22.00 Uhr. Die Meteorologen riefen die Menschen auf, Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es bestehe „Gefahr für Leib und Leben“.
Im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen am Montag wegen der Glatteis-Gefahr ebenso geschlossen wie in Niedersachsen und in Bremen. Ausnahmen gibt es auf den ostfriesischen Inseln. Auch in Hessen, Bayern und weiteren Bundesländern blieben zahlreiche Schulen zu.
Einen extra Tag Ferien gibt es für die Schülerinnen und Schüler deshalb aber nicht: „Es ist kein schulfrei - die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten“, betonte etwa die nordrhein-westfälische Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.
Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.
Über die großen Ballungsgebiete in Nordrhein-Westfalen war die gefährliche Warmfront bereits in der Nacht hinweggezogen, als auf den Straßen noch fast nichts los war. In Köln, Düsseldorf und Duisburg gab es den stärksten Regen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen 3.00 Uhr.
Anschließend zog das Regenband weiter nach Osten. Starken Niederschlag gab es etwa in Frankfurt, Stuttgart und Hannover. Überall traf der Regen auf gefrorene Böden - eine gefährliche Mischung.
Die Winterdienste waren im Großeinsatz. Man habe in mehreren Schichten die ganze Nacht hindurch vorbeugend Salz gestreut, teilten die für den Winterdienst in Köln zuständigen Abfallwirtschaftsbetriebe mit. So sollte verhindert werden, dass sich auf den Hauptverkehrsstraßen der Domstadt Glatteis bildet.
Auf einigen Autobahnen ging es im Berufsverkehr am Morgen nur noch sehr langsam voran. In Nordrhein-Westfalen waren vor allem die A4 und die A45 im Sauerland betroffen, wie auf dem Informationsportal des NRW-Verkehrsministeriums zu sehen war. In Hessen stockte der Verkehr unter anderem rund um Kassel. Es gab auch einige Unfälle und dadurch Staus.
















