Höchste Warnstufe

Supertaifun „Sinlaku“: Touristen sitzen im Westpazifik fest

Wegen «Sinlaku» sitzen im Westpazifik Hunderte Urlauber fest. (Archivbild)

Wegen «Sinlaku» sitzen im Westpazifik Hunderte Urlauber fest. (Archivbild)

Von dpa

Ausläufer des herannahenden Supertaifuns „Sinlaku“ haben auf Inseln im Westpazifik bereits für erste Schäden gesorgt. Die Nördlichen Marianen seien schon vor dem Eintreffen des Tropensturms von einem flächendeckenden Stromausfall betroffen, sagte Clement Bermudes vom örtlichen Katastrophenschutz vor Journalisten. Auch haben heftige Winde schon Bäume entwurzelt.

Das abgelegene US-Außengebiet mit etwa 45.000 Einwohnern liegt im westlichen Pazifik nordöstlich der Philippinen und gehört politisch zu den Vereinigten Staaten. Geografisch gehören die Inseln zu Mikronesien.

Die Behörden riefen die Bevölkerung nach Angaben der Zeitung „Marianas Variety News“ noch einmal eindringlich auf, Schutz zu suchen. Die Zeitung „Washington Post“ bezeichnete „Sinlaku“ als „Ungetüm“ und „stärksten Sturm auf dem Planeten seit Hurrikan Melissa im Oktober Jamaika traf“.

Meteorologen des National Weather Service befürchten, dass das Auge des Sturms direkt auf die Inseln Saipan und Tinian treffen könnte. Der Wirbelsturm bewegte sich nur langsam vorwärts, wann genau er auf Land treffen wird, war unklar - möglicherweise aber am späten Abend (Ortszeit).

Derweil sitzen nach Angaben des lokalen Fremdenverkehrsamtes etwa 400 Touristen auf der Inselkette fest. Grund: Alle internationalen Airlines, die die Region anfliegen, haben wegen „Sinlaku“ den Flugverkehr eingestellt, darunter United Airlines und Philippine Airlines. Die Inseln Saipan, Tinian und Rota sind vor allem bei Urlaubern aus Asien wegen ihrer traumhaften Strände beliebt.

Die Tourismusbranche - die wichtigste Einnahmequelle - befürchtet bereits starke Einbußen, wie eine Sprecherin dem australischen Sender ABC sagte. Viele Einwohner erinnerten sich noch gut an den verheerenden Taifun Yutu, der 2018 auf den Nördlichen Marianen gewütet und schwere Zerstörungen und wirtschaftliche Schäden angerichtet hatte. Die Angst vor ähnlichen Folgen sei groß.

„Es ist furchteinflößend“, erzählte ein örtlicher Journalist dem Sender Radio New Zealand. Der Wind tobe bereits extrem laut. Die meisten Menschen, die in Küstenregionen lebten, hätten sich in Evakuierungszentren und Hotels in Sicherheit gebracht. Eine Flucht von den Inseln sei wegen der Lage und der gestrichenen Flüge unmöglich.

Gouverneur David Apatang mahnte: „Das ist kein Sturm, den wir uns leisten können, auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Die Menschen sollten in ihren Häusern oder Notunterkünften bleiben und unbedingt die Straßen meiden. Der Nationale Wetterdienst forderte die Bevölkerung auf, nicht nach draußen zu gehen, „da umherfliegende Trümmerteile leicht schwere Verletzungen verursachen können“.

Zuletzt sei eine anhaltende Windstärke von etwa 250 Kilometer pro Stunde gemessen worden. Meteorologen erwarten, dass der Supertaifun als Sturm der höchsten Kategorien 4 oder 5 über das Gebiet ziehen wird.

Bereits am Montag hatten die Behörden die höchste Alarmstufe ausgerufen. Auch das weiter südlich gelegene US-Territorium Guam bereitet sich auf mögliche Auswirkungen des Sturms vor.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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