In Manhattan

Pferdekutschen im New Yorker Central Park droht das Aus

Die Kutschen rollen seit rund 150 Jahren durch den Central Park. (Archivbild)

Die Kutschen rollen seit rund 150 Jahren durch den Central Park. (Archivbild)

Von dpa

Drehen die Pferdekutschen im New Yorker Central Park bald ihre letzte Runde? Bürgermeister Zohran Mamdani und die Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, haben sich jedenfalls laut US-Medien auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der die traditionsreiche Attraktion abschaffen würde. Das Verbot soll demnach schrittweise umgesetzt werden und am 1. Juni 2028 in Kraft treten. Zuvor aber muss der Gesetzentwurf vom New Yorker Stadtrat abgesegnet werden. Erwartet werde das Votum schon Ende kommender Woche.

„Die Pferdekutschenbranche in New York City steht vor dem Aus“, schrieb Mamdani in der Nacht auf X. Seine Regierung wolle dafür sorgen, dass die Rechte der Kutscher, Betreiber und Tiere geschützt werden. Details ließ er in seinem Post offen. Die Kutscher-Gewerkschaft hält den Gesetzentwurf laut „New York Times“ für zu schwach, um die Beschäftigten zu schützen. Menin hingegen zeigte sich dem Zeitungsbericht zufolge überzeugt, dass das Gesetz bei der anstehenden Abstimmung eine Mehrheit bekommt.

Seit 150 Jahren ein Stück New York

In New York wird seit Jahren darüber gestritten, ob die Pferdekutschen aus dem Central Park verschwinden sollen. Bei Touristen sind die Fahrten sehr beliebt. Tierschützer hingegen fordern schon lange ein Ende. Sie kritisieren, dass die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien, und dass sie leicht in Panik gerieten. Die Betreiber weisen die Vorwürfe zurück.

Dabei rollen die Kutschen seit rund 150 Jahren durch den Central Park. Immer wieder kommt es allerdings zu Unfällen. Im Juni starb ein 18-Jähriger aus Indien, der mit seiner Familie in New York zu Besuch war. Er war seiner Mutter aus einer Kutsche hinterhergesprungen, nachdem sie herausgeschleudert worden war. Dabei verletzte sich der Teenager schwer und starb kurz darauf im Krankenhaus. Nach dem Unfall nahm der Druck deutlich zu, die Fahrten zu verbieten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.