Flugsport

Paragleitunfälle in den Alpen - Deutsche und Italiener tot

Gleitschirmfliegen ist besonders im Sommer ein beliebter Sport. (Symboldbild)

Gleitschirmfliegen ist besonders im Sommer ein beliebter Sport. (Symboldbild)

Von dpa

In den Alpen ist es zu mehreren teils tödlichen Gleitschirmunfällen gekommen. Im österreichischen Bundesland Tirol krachte eine junge Frau aus Hessen gegen einen Baum und starb. In Südtirol kam ein erfahrener italienischer Pilot während eines Tandemflugs ums Leben. Seine Passagierin aus Deutschland blieb nach Angaben der Rettungskräfte unverletzt. Außerdem verunfallten zwei junge deutsche Paragleitpiloten in Österreich.

Die 28-jährige Fliegerin aus Hessen wurde von einem Mann in rund 40 Meter Höhe leblos in einer Baumkrone entdeckt. Die Frau war nach Angaben der Tiroler Polizei in Neustift im Stubaital über einem Wald abgestürzt. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen. Die Frau stammte aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Wie es zu dem Unfall kam, war vorerst unklar.

Das Unglück im italienischen Südtirol ereignete sich auf der Seiser Alm in der Nähe eines Sessellifts auf fast 2.000 Metern Höhe. Der 58-jährige Pilot hatte eine 29 Jahre alte Urlauberin aus Deutschland huckepack genommen.

Der für den Piloten tödliche Unfall wurde am Freitag von Augenzeugen beobachtet. Demnach lenkte der Italiener unmittelbar nach dem Start seinen Gleitschirm plötzlich zurück in Richtung Startpunkt, bevor er offensichtlich die Kontrolle verlor und gegen einen Baum prallte. Möglicherweise habe er einen Schwächeanfall erlitten, hieß es.

Die Bergwacht rückte mit einem Hubschrauber an; Wiederbelebungsmaßnahmen hatten jedoch keinen Erfolg. Zur Herkunft der unverletzten Deutschen machten die Behörden zunächst keine Angaben. In Südtirol - gerade jetzt wieder eine beliebte Urlaubsregion auch für Deutsche - sind an vielen Orten Tandem-Flüge möglich. Dabei fliegen Paraglider mit unerfahrenen Urlaubern ins Tal.

Ein Gleitschirmflieger aus Nordrhein-Westfalen stürzte aus rund 25 Metern Höhe in den Achensee in Tirol. Bei seinem Flug am Freitag hatte sich der Schirm aus ungeklärter Ursache zusammengeklappt, wie die österreichische Polizei mitteilte. Bootsfahrer beobachteten den Unfall des 24-Jährigen aus dem Rhein-Sieg-Kreis und brachten ihn ans Ufer. Der Flugsportler wurde in eine Klinik geflogen.

Ein weiterer deutscher Paragleitpilot verletzte sich im Gebiet von Galtür. Vermutlich wegen mangelnder Thermik verlor der 27-Jährige am Samstag rasch an Höhe. Bei einer harten Landung nahe einer Berghütte zog er sich nach Angaben der Tiroler Polizei Verletzungen zu. Der Mann lebt in Österreich.

Im vergangenen Jahr kam es in Österreich nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde zu 78 Unfällen mit Gleit- und Hängefliegern. Sechs Personen starben. Im Jahr 2024 waren es 70 Unfälle mit fünf Toten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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