Helikopter-Absturz überlebt

General aus Madagaskar ist zwölf Stunden geschwommen

Von dpa

Drama bei Bergungsarbeiten nach einem Schiffsunglück vor Madagaskars Nordostküste: ein Militär-Helikopter mit Regierungsmitgliedern an Bord stürzte in den Indischen Ozean. Ein Staatssekretär sowie der Bordmechaniker wurden nach mehreren Stunden gerettet, vom Piloten fehlte am Mittwochabend noch jede Spur.

Obwohl die Absturzursache laut Verteidigungsministerium ungeklärt ist, hatte Staatssekretär Serge Gellé nach seiner Rettung von Sturmböen gesprochen, die die Maschine destabilisiert hätten. Gellé war nach mehreren Stunden im Wasser schwimmend von einem Fischer geborgen und an Land gebracht worden. Die Leiche eines zunächst vermissten Abteilungsleiters der zuständigen Präfektur wurde am Nachmittag aus dem Wasser geborgen.

Nach dem Schiffsuntergang dauerte die Suche nach weiteren Vermissten auf der vor Afrikas Ostküste gelegenen Insel weiter an. Die Zahl der Opfer hatte sich bis Mittwochabend auf 83 erhöht, nachdem mehrere Leichen aus dem Wasser geborgen wurden. Ersten Mitteilungen der Behörden zufolge waren 50 Passagiere gerettet worden.

Die insgesamt etwa 130 Passagiere seien illegal an Bord gewesen, da es sich bei der "Francia" eigentlich nur um ein Frachtschiff gehandelt habe, hatte ein Sprecher der Hafenbehörde erklärt. Das Schiff war am Montag in der Hafenstadt Antanambe in Richtung auf den 75 Kilometer südlich gelegenen Zielhafen Soanierana Ivongo gestartet.

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