Alpen

Freie Wähler fordern "wolfsfreie Gebiete" im Bayerischen Alpenraum

Seit den 90ern Jahren wird der Wolf in Bayern wieder heimisch.

Seit den 90ern Jahren wird der Wolf in Bayern wieder heimisch.

Von Regina Hölzel

Seit den 90er Jahren siedeln sich Wölfe in Bayern an. Tierschützer begrüßen es, dass der Ureinwohner unserer Wälder wieder heimisch wird. Allerdings ist Meister Isegrim immer noch ein Raubtier.

So kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit verhaltensauffälligen Tieren, die keine Scheu vor dem Menschen zeigen und Nutztiere reißen. Die Europaabgeordnete Ulrike Müller (Freie Wähler) sieht deswegen dringenden Handlungsbedarf. Die Rückkehr der Wölfe führe unweigerlich zu einem Rückgang der Artenvielfalt im Alpenbogen. "Politik und Naturschutz dürfen nicht nur schöne Reden über die bäuerliche Landwirtschaft halten, sondern müssen auch zu unseren Bauernfamilien stehen, wenn es darauf ankommt", so Müller.

Auch Fraktionschef Hubert Aiwanger fordert gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bergweiden. Mit staatlichen Zuschüssen für den Zaunbau und die Anschaffung von Herdenschutzhunden sei es nicht getan. Die europäische Wolfspopulation sei vernetzt und stabil, umfasse mehrere zehntausend Individuen, davon derzeit 300 bis 500 in Deutschland - immer mehr Einzeltiere auch in Bayern. "Die Möglichkeit auf 'Problemtiere' schnell und unbürokratisch zugreifen zu können trägt am Ende sogar zu einer höheren Akzeptanz für eine Tierart in den Gebieten bei, in denen sie keinen Schaden anrichten. Das sehen wir am Beispiel des Bibers", ist sich Aiwanger sicher. Deswegen forder er: "Die Agrar- und Umweltpolitik in Bayern und im Bund muss endlich über die jetzigen Managementpläne hinaus tätig werden".

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