Dreifaches Tötungsdelikt

Familie getötet - „Sie haben sich alle gut verstanden“

Der Angeklagte will sich zunächst nicht zur Sache äußern

Der Angeklagte will sich zunächst nicht zur Sache äußern

Wahl-O-Mat
Von dpa

Im Prozess um eine auf den Kapverden getötete Familie will sich der angeklagte 19-Jährige zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Es werde aber später eine Erklärung zur Sache geben, sagte der Anwalt des Angeklagten, Harry Völker, zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Trier.

Die Anklage wirft dem jungen Mann aus der Eifel vor, im gemeinsamen Urlaub im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten seinen Vater, dessen Freundin und deren Tochter erstochen zu haben. Konkret lautet der Vorwurf Mord und Totschlag. Tatort war eine Ferienwohnung in Mindelo auf der Kapverden-Insel São Vicente.

Vater hatte zum Urlaub eingeladen

Das Motiv für das dreifache Tötungsdelikt ist noch völlig unklar. „Dazu haben wir momentan keine Erkenntnisse“, sagte Oberstaatsanwalt Eric Samel. Der Angeklagte und die späteren Tatopfer seien knapp eine Woche vor der Tat auf Einladung des Vaters in den gemeinsamen Urlaub gestartet.

Die Anklage auf auf Mord und Totschlag
Die Anklage auf auf Mord und Totschlag
Die Anklage auf auf Mord und Totschlag
Das dreifache Tötungsdelikt passierte ein Tag vor Weihnachten 2025. (Symbolbild)
Das dreifache Tötungsdelikt passierte ein Tag vor Weihnachten 2025. (Symbolbild)
Das dreifache Tötungsdelikt passierte ein Tag vor Weihnachten 2025. (Symbolbild)
Ein 19-Jähriger muss sich nun in Trier wegen Mordes und Totschlags verantworten. (Symbolbild)
Ein 19-Jähriger muss sich nun in Trier wegen Mordes und Totschlags verantworten. (Symbolbild)
Ein 19-Jähriger muss sich nun in Trier wegen Mordes und Totschlags verantworten. (Symbolbild)

Der Anwalt des Angeklagten sagte: „Sie haben sich alle gut verstanden.“ Auch er habe keine Erklärung für die mutmaßliche Tat seines Mandanten. Als Verteidiger habe er „erhebliche Zweifel“ an dem, was zum Ablauf des Geschehens in der Anklage stehe.

Vater wohnte im Raum Aachen

Nach der Tat war der 19-Jährige in die portugiesische Hauptstadt Lissabon geflogen, wo er festgenommen wurde. Mitte Januar erfolgte seine Auslieferung nach Deutschland.

Der Vater (58) wohnte laut Staatsanwaltschaft Trier im Raum Aachen, die beiden Frauen im Alter von 20 und 45 Jahren hatten ihren Wohnsitz in Berlin.

Der Angeklagte, ein Deutscher, lebte zuletzt im Kreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz - und damit im Zuständigkeitsbereich der Trierer Staatsanwaltschaft. Er stammt aus einer früheren Ehe seines Vaters.

Die Eltern hätten sich getrennt, als er sechs oder sieben Jahre alt war, sagte der gebürtige Aachener. Das Verhältnis zu seinem Vater sei „in Ordnung gewesen“, sagte er.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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