Schlagabtausch der Parteien

So lief der Politische Aschermittwoch 2026 in Niederbayern

Kurz vor der Kommunalwahl traten Spitzenpolitiker am Aschermittwoch auf die Bühne, um gegen ihre Kontrahenten auszuteilen. Hier gibt es alles Wichtige zum Nachlesen.

Lars Klingbeil, Markus Söder, Hubert Aiwanger, Fabio De Masi, Katharina Schulze, Stephan Protschka und Wolfgang Kubicki werden für ihre jeweiligen Parteien auf der Bühne stehen.

Von Redaktion Politik und Bayern, Redaktion idowa

Ein „Möchtegern-König“, ein „braunes Zigarettenbürschla aus Unterfranken“ oder „ein Frauenbild zwischen Dinner for One, Sissi und der Erfindung der Spülmaschine“. Viele Politiker haben den politischen Aschermittwoch als Bühne genutzt, um wenige Wochen vor der Kommunalwahl für die eigene Partei zu werben – vor allem aber, um gegen andere zu schießen. Unsere Reporter waren vor Ort und haben im Liveticker alles Wichtige, die besten Zitate und die markigsten Sprüche der Redner abgedeckt.

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:12 Uhr
Annabel Gruber

Aiwanger spricht sich für Hebammen aus

„Unsere Hebammen sind systemrelevant“, schreit Hubert Aiwanger ins Mikrofon. Damit beginnt er seine Rede und hat das Publikum auf seiner Seite. Die Ehrengäste in Form von Hebammen stehen jubelnd auf. Es ist wichtig, die Thematik auf die Tagesordnung zu bringen, erklärt Aiwanger. „Wir sorgen dafür, dass das Land funktioniert“, sagt der stellvertretende bayerische Ministerpräsident.

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:14 Uhr
Markus Lohmüller

Carolin Wagner im Interview

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:17 Uhr
Markus Peherstorfer

Söder lobt Arbeit der CSU in Berlin

"Wir haben geliefert, die Zeit der Ampel ist Geschichte", sagt CSU-Chef Markus Söder in Passau - wie schon vor einem Jahr. Er zählt als Erfolge der CSU in der Bundesregierung die Erhöhung der Pendlerpauschale, die Wiedereinführung der Agrardieselsubvention und die Vollendung der Mütterrente auf.  Besonderes Lob hat er für den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, den "schwarzen Metzger", übrig. Im Verhältnis zur CDU sei er, Söder, geradezu ein "Schmusekätzchen".

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:19 Uhr
Annabel Gruber

Aiwanger sind Teilzeitbeschäftigte lieber als Bürgergeldempfänger

Aiwanger auf der Bühne

„Wir brauchen mehr Bürgermeister und weniger Bürokraten“, erklärt Aiwanger. Gemeinsam mit dem Koalitionspartner schaffe man es, Geld zu sparen. Dieses Geld könne man für Modernisierungsmaßnahmen, für Handwerker, für gute Infrastruktur und vieles mehr verwenden: „Wir sparen nicht an Feuerwehrhäusern, um mehr Geld an Bürgergeldempfänger zu haben, die nicht arbeiten wollen.“ Teilzeitbeschäftigte seien ihm lieber als Menschen, die „gar nichts tun“. 

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:23 Uhr
Markus Peherstorfer

Söder kritisiert Grüne wegen Mercosur

CSU-Chef Markus Söder kritisiert in Passau, dass die Grünen im Europaparlament - wie die AfD - dafür gestimmt haben, das Freihandelsabkommen Mercosur rechtlich überprüfen zu lassen. „Liebe Frau Dröge, ich stelle Ihnen die Frage: Was ist denn da passiert?“, sagt er. „Ihr habt kein Recht, anderen Belehrungen zu geben. Kümmert euch um euren eigenen Dreck!“

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:27 Uhr
Markus Peherstorfer

Söder: „Linkspartei schützt Linksextreme“

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Chef, steht beim politischen Aschermittwoch der CSU auf der Bühne. +++ dpa-Bildfunk +++

CSU-Chef Markus Söder macht der Linken einen schweren Vorwurf: „Die Linkspartei schützt Linksextreme.“ Frontfrau Heidi Reichinnek, „die Rosa Luxemburg für Arme“, fahre einen Audi. „Die soll sich lieber in einen Lada oder in einen Trabi setzen und nicht bayerische Produkte missbrauchen.“

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:30 Uhr
Matthias Antholzer

Frohnmaier will „für die Meinungsfreiheit kämpfen"

Markus Frohnmaier (AfD), Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg, spricht beim politischen Aschermittwoch der AfD Bayern. +++ dpa-Bildfunk +++

Frohnmaier kritisiert Hilfen für die Ukraine durch die „Altparteien": „Auf dem Reichstag steht nicht der Ukraine, nicht der Welt, sondern dem Deutschen Volke'.“ Für diese Politik stehe die AfD.  Für diese Aussage hagelt es Beifall für den Politiker.

Er verspricht, wenn die AfD an die Macht komme, werde die Meinungsfreiheit wieder hergestellt. „Dann müsst ihr euren schicken blauen Bademantel nicht mehr für die Hausdurchsuchung verstecken, weil ihr es gewagt habt, die Regierungsparteien zu kritisieren.“

 

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:34 Uhr
Annabel Gruber

Aiwanger über Erbschaftssteuer, die CSU und Co.

In typischer Manier spricht der stellvertretende bayerische Ministerpräsident zahlreiche Themen seit über 45 Minuten an: Aiwanger fordert, dass die Erbschaftssteuer abgeschafft, die Einkommenssteuer gesenkt und die Mehrwertsteuer nicht erhöht wird. In Bezug auf Ursula von der Leyen und Manfred Weber wünscht er sich, dass die beiden für drei Jahre in den Urlaub auf eine einsame Insel geschickt werden und nicht Europapolitik betreiben. „Die verfehlende Politik von Brüssel und Berlin muss gestoppt werden“, erklärt er. Zudem ist Aiwanger gegen das Verbrenner-Aus. „Politik für die Heimat, dafür stehen die Freien Wähler.“ Dafür brauche man motivierende Bürgermeister und Landräte. Ein Schuss geht gegen die CSU: Die Freien Wähler würden dafür einstehen, dass die Kommunen unabhängig der Partei des Bürgermeisters oder des Landrates das Geld bekommen, das ihnen zusteht.

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:35 Uhr
Markus Peherstorfer

Söder macht sich über Berlin lustig

Wie üblich kritisiert CSU-Chef Markus Söder in seiner Rede auch den Länderfinanzausgleich. Besonders abgesehen hat er es dabei auf die Stadtstaaten. Die letzte Innovation, die aus Bremen gekommen sei, seien die Stadtmusikanten gewesen, ätzt er. Und die Hauptstadt? „Berlin hat so viel Schulden wie das Vermögen aller europäischen Königshäuser zusammen“, rechnet er vor - habe aber trotzdem kein Geld für Streusalz. „Wir haben in Bayern auf unseren Brezen mehr Salz als Berlin auf den Straßen.“

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:38 Uhr
Markus Lohmüller

Wahlkampf für Florian Gams

Bei der SPD sieht man überall Aufkleber und Plakate von Florian Gams, der am 8. März wieder Bürgermeister von Vilshofen werden will.

Bei der SPD sieht man überall Aufkleber und Plakate mit Florian Gams, der im März wieder Bürgermeister von Vilshofen werden will.

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:47 Uhr
Annabel Gruber
Hubert Aiwanger (M,Freie Wähler), Bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident, steht beim politischen Aschermittwoch der Freien Wähler in der Stadthalle zwischen Hebammen. +++ dpa-Bildfunk +++

„Unsere Hebammen sind systemrelevant“, schreit Hubert Aiwanger ins Mikrofon.

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:52 Uhr
Markus Lohmüller

Gams stimmt SPD auf Kommunalwahlen ein

Bürgermeister Florian Gams heizt bei der SPD in Vilshofen den Saal an: „Wir brauchen Leute, die konstruktiv arbeiten. Und dafür stehen wir als Sozialdemokraten.“ Am 8. März sind in Bayern Kommunalwahlen.

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:54 Uhr
Markus Peherstorfer

Söder spöttelt über Grüne und SPD

Auffällig sanft geht CSU-Chef Markus Söder mit den Freien Wählern um. Wenn er manchmal leise Zweifel an seinem Koalitionspartner in Bayern habe, höre er einfach eine Rede von Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze und sei wieder geheilt. Zu den Sozialdemokraten im Freistaat sagt er nur: „Der Bayern-SPD wünsch ich viel Glück mit der Fünfprozenthürde.“

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:57 Uhr
Markus Peherstorfer

Scharfe Töne von Söder gegen die AfD

Hart ins Gericht geht CSU-Chef Markus Söder gegen Ende seiner Rede mit der AfD. „Die AfD ist menschlich und politisch inkompetent, ein Land zu führen“, sagt er. „Die haben zum Teil mehr Gerichtverfahren als Kandidaten bei der Kommunalwahl.“ Als Beispiel nennt er den Landtagsabgeordneten Daniel Halemba, „dieses braune Zigarettenbürschla aus Unterfranken“. Auch gegen Parteichefin Alice Weidel, den „blonden Kühlschrank aus der Schweiz“, teilt er aus: „Warum will sie nicht in Deutschland leben. Was hat sie gegen Deutschland?“ Insgesamt gelte: „Wir sind ein freies Land und wollen es bleiben – und nicht ein Putin-Anhängsel.“

jetzt gerade Vor Minuten Uhr 18.2.2026, 11:58 Uhr
Annabel Gruber

Aiwanger schießt gegen Merkel und von der Leyen

Nun gibt es in Deggendorf lauten Applaus. Aiwanger spricht an, dass Ursula von der Leyen oder Angela Merkel laut Gerüchten möglicherweise Bundespräsidentin werden könnten. „Die beiden haben genug Schaden angerichtet“, sagt Aiwanger. Er fordert, dass der Bundespräsident vom Volk gewählt wird.