Nachruf
Volksschauspieler Walter Schultheiß stirbt 101-jährig
Der schwäbische Volksschauspieler Walter Schultheiß ist tot. Er starb am 22. Dezember im Alter von 101 Jahren, wie der Südwestrundfunk unter Berufung auf seine Familie mitteilte.
Eine Radio- und Fernsehkarriere schlossen sich an. Mit Werner Veidt bildete er im damaligen Süddeutschen Rundfunk (SDR) mehr als zwei Jahrzehnte lang das Straßenkehrer-Duo Karle und Gottlob („Ich bin der Straßenkehrer Gottlob Friederich; ich kehr' für Arm und Reich, für Groß und Niederich“). Die Serie wurde schließlich zum Markenzeichen der samstäglichen SDR-Hörfunkreihe „Gäste im Großen Sendesaal“.
„Wir trauern um einen großartigen Schauspieler, Künstler und ein Urgestein des Mundart Schauspiels“, sagte SWR-Intendant Kai Gniffke laut Mitteilung. „Kann man sich Baden-Württemberg ohne Maultaschen, ohne Kehrwoche, ohne Walter Schultheiß vorstellen?“ Im Bienzle-„Tatort“ habe Schultheiß „den Idealtyp des sympathisch-bruddeligen Schwaben weit über den Südwesten hinaus bekannt und beliebt gemacht“.
Bis ins hohe Alter habe er noch auf der Bühne und vor der Kamera gestanden, sagte Gniffke - für den SWR zuletzt mit seiner Frau Trudel Wulle in dem Kinofilm „Laible und Frisch - Do goht dr Doig“. Bis zu seinem Tod habe er zu Hause in Wildberg mit seinem Sohn Götz, dessen Ehefrau und seinen beiden sieben Jahre alten Enkelinnen gelebt, hieß es.











