Generationenkonflikt

Roland Kaiser verteidigt Jugend: "Wir waren exakt genauso"

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Roland Kaiser verteidigt die Jugend - weil er sich an seine eigene erinnert.

Roland Kaiser verteidigt die Jugend - weil er sich an seine eigene erinnert.

Von dpa

Schlagersänger Roland Kaiser (72) verteidigt die jüngere Generation gegen Kritik von Menschen seines Alters - etwa beim Thema Jugendsprache oder dem Trend zum Gendern. "Wir waren exakt genauso. Wir haben uns gegen das Establishment und die Älteren aufgebäumt und auch eine andere Sprache gesprochen. Das ist normal, Sprache ändert sich", sagte der in Berlin geborene und in Münster lebende Musiker der Deutschen Presse-Agentur.

"Wenn mir heute Gleichaltrige sagen, sie kämen damit nicht klar, sage ich: 'Versuch's doch mal! Du sprichst auch nicht mehr wie unter Goethe und Schiller.' Sprache verändert sich, Ansichten ändern sich. Mode ändert sich. All das ändert sich. Geh mit der Zeit, sonst musst du mit der Zeit gehen. Ganz einfach."

Er versuche immer wieder, die Jugend zu verteidigen und in das richtige Licht zu setzen. "Weil mir zu viele Leute sagen, die Jugend von heute sei faul und würde nichts machen. Das stimmt eben nicht."

Seine Kinder würden ihm dabei helfen, auf der Höhe der Zeit zu bleiben, erklärte Kaiser. "Die sind in vielen Dingen geschulter als ich selbst, vor allem in sozialen und digitalen Medien. Da bin ich völlig unterlegen. Aber ich kann dafür andere Dinge besser. Und wenn man sich da in der Mitte trifft und sich gegenseitig bereichern kann, ist das wunderbar."

Der Kultsänger, auf dessen Konzerte auch viele junge Menschen gehen, veröffentlicht heute sein 29. Album "Marathon". Für dieses Jahr plant der 72-Jährige eine Arena-Tour, Open-Air-Konzerte und seine legendären "Kaisermania"-Auftritte in Dresden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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