Memoiren der Schauspielerin

Judi Dench nennt „Cats“-Film Verschwendung von Talent

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Judi Dench spielte im «Cats»-Film die Katze Alt-Deuteronimus. (Archivbild)

Judi Dench spielte im «Cats»-Film die Katze Alt-Deuteronimus. (Archivbild)

Wahl-O-Mat
Von dpa

Judi Dench lässt an ihrer „Cats“-Verfilmung kein gutes Haar. „Oh Gott, ich halte das nicht aus“, schreibt die Schauspielerin in ihren Memoiren „Is It Too Late to Make a Run for It?“, die dem „Guardian“ vorliegen. Der Komponist des Musicals, Andrew Lloyd Webber (78), habe so lange auf die Verfilmung gewartet - „was für eine Verschwendung von gutem Willen und Talent“.

Der 2019 erschienene Film von Regisseur Tom Hooper wurde von Kritikern zerrissen und erhielt bei der Verleihung des Hollywood-Schmähpreises „Goldene Himbeere“ gleich sechs Auszeichnungen. Unter anderem enthielt der Film bei Erscheinen zahlreiche Computerfehler. Berühmt-berüchtigt ist eine Szene, in der die menschliche Hand von Judi Dench mit Ehering zu sehen ist - anstelle einer Katzenpfote.

Judi Dench: Niemand beabsichtigt, einen schlechten Film zu machen

Von Anfang an, so schildert es Dench („James Bond 007 - GoldenEye“, „Shakespeare in Love“) in ihrem Buch, habe sie sich nicht wohl in ihrer Rolle der weisen Katze Alt-Deuteronimus gefühlt. Das Fazit für sie: „Manchmal klappen Dinge einfach nicht: Das Timing ist falsch, die Besetzung passt nicht zusammen, die Elemente verbinden sich nicht. Aber die Intentionen der Menschen sind meistens ehrenhaft.“

Sie könne nur sagen: „Niemand beabsichtigt, eine schlechte Leistung zu bringen oder einen schlechten Film zu machen. Du gibst dein Bestes, bietest etwas an und hoffst, dass die Menschen mitmachen und mitfeiern“, so die 91-Jährige. Letztlich habe sie die endgültige Fassung des Films aber nie gesehen.

Andrew Lloyd Webber vom Film entsetzt

Judi Dench hatte mit ihrer Ablehnung des Films nach dessen Erscheinen nicht hinter dem Berg gehalten. Ein Jahr nach Veröffentlichung sagte sie, der orangefarbene Fellmantel, den sie tragen musste, habe ausgesehen, als ob „fünf Füchse auf meinem Rücken vögeln“.

Lloyd Webber (78) war nach eigenen Angaben von der Film-Version seines Musicals so entsetzt, dass er sich einen Hund kaufte. „Ich sah ihn und dachte nur "Oh, Gott, Nein." Das war das erste Mal in meinen über 70 Jahren auf diesem Planeten, dass ich rausgegangen bin und mir einen Hund gekauft habe“, sagte er damals. Regisseur und Oscar-Preisträger Tom Hooper („The King's Speech“) hat seit „Cats“ keinen weiteren Film gedreht.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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