Reise in die Vergangenheit

Hollywood-Star Hiddleston erkundet Pompeji

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Gemeinsam mit Archäologen begibt sich Tom Hiddleston in Pompeji auf die Spur von Menschen, die den Ausbruch des Vesuvs möglicherweise überlebten.

Gemeinsam mit Archäologen begibt sich Tom Hiddleston in Pompeji auf die Spur von Menschen, die den Ausbruch des Vesuvs möglicherweise überlebten.

Von dpa

Tom Hiddleston erinnert sich noch genau an seinen ersten Besuch in Pompeji im Jahr 1998. Er war noch ein Teenager. „Ich hatte damals Latein und Griechisch in der Schule“, erzählt Hiddleston im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. „Mein gesamtes Wissen über die antike Welt stammte bis dahin aus Büchern und dem Unterricht. Und plötzlich stand ich in Pompeji. Das war, als wäre ich direkt in die Vergangenheit gereist.“

Fast 30 Jahre später kehrt der britische Hollywood-Star, der für Kinohits wie „The Avengers“ oder die Spionage-Serie „The Night Manager“ berühmt ist, nach Süditalien zurück und setzt seine Reise in die Vergangenheit fort. In der dreiteiligen Dokuserie „Pompeji mit Tom Hiddleston“ begibt sich der 45-Jährige auf die Spur der Menschen, die den Ausbruch des Vesuvs möglicherweise überlebten. Die Serie startet am 23. Juli beim kostenpflichtigen Streamingdienst Disney+ und läuft ab 26. Juli wöchentlich auf National Geographic.

„Wenn ich heute auf das schaue, was ich beruflich mache, dann waren es vor allem diese antiken Geschichten, die mich dazu inspiriert haben“, sagt Hiddleston. „Das Erfüllendste an der Schauspielerei ist für mich, Teil einer Geschichte zu sein, die für andere zu einer sinnstiftenden Erfahrung werden kann - einer Geschichte, die sie mit etwas Echtem und Wahrhaftigem am Menschsein verbindet.“

Gemeinsam mit Archäologen zeichnet Hiddleston anhand aktueller Forschung den Ablauf des Vesuvausbruchs im Jahr 79 nach Christus nach und folgt den Spuren mehrerer historisch belegter Bewohner von Pompeji und Herculaneum. Die Serie untersucht, welche Warnzeichen es vor der Eruption gab, welche Chancen zur Flucht bestanden und wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse das Bild der Katastrophe verändern.

Die Dokuserie verbindet aktuelle Forschung mit aufwendig nachgestellten Spielszenen. Hiddleston führt dabei nahezu in Echtzeit durch die Ereignisse des Ausbruchs, blickt immer wieder auf seine Uhr und macht deutlich, wie wenig Zeit den Bewohnern damals noch blieb.

Nach stundenlangen Recherchen, dem Studieren historischer Quellen und vielen Gesprächen mit Fachleuten seien ihm die Geschichten der Betroffenen nahegegangen. „Ich glaube, ich konnte gar nicht anders. Ich habe so viel Zeit mit diesen Menschen verbracht“, sagt Hiddleston. „Als die Dreharbeiten schließlich begannen, fühlte ich mich diesen Menschen bereits so verbunden, dass ich das Gefühl hatte, sie wirklich zu kennen.“

Der charismatische Brite wirkt vor der Kamera aufrichtig betroffen. Manche Dialoge wirken allerdings etwas zu inszeniert. Ob die Tränen, die der „Loki“-Darsteller vor der Kamera zeigt, echt sind oder doch Schauspieltalent? Die Grenzen zwischen Doku und Drama, Erzählerrolle und Schauspiel verschwimmen.

Im Kern geht es bei „Pompeji“ laut Hiddleston um Empathie und Mitgefühl. „Die Serie soll zeigen, dass wir durchaus menschliche Empathie für Menschen empfinden können, die vor 2.000 Jahren gelebt haben“, sagt er. „Ihr Leid und ihre Entbehrungen mitzuerleben, fühlte sich fast so an, als würde ich das Leid und die Schwierigkeiten enger Freunde miterleben.“

Er sei Schauspieler geworden, um Menschen zurückzubringen, um sie lebendig werden zu lassen, sagt Tom Hiddleston zu Beginn der Serie. Den Opfern von Pompeji, die wir nur als Gipsabgüsse kennen, lebendig werden zu lassen, war ihm nach eigener Aussage eine Herzensangelegenheit. Gleichzeitig sieht der vielseitige Brite darin ein hoffnungsvolles Plädoyer für die Zukunft.

„Mit diesem Projekt ging es uns darum, die Vergangenheit wieder lebendig werden zu lassen“, erklärt er. „Wenn wir Mitgefühl für Menschen aus der Vergangenheit empfinden können, dann gelingt es uns vielleicht auch, füreinander ebenso viel und ebenso tiefes Mitgefühl zu entwickeln - gerade in einer Zeit, in der wir es mehr denn je brauchen.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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