Gemeinsamer Auftritt

Das Harry-und-Meghan-Comeback: Vom Volk geliebt?

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Harry und Meghan sind zurück in der britischen Öffentlichkeit.

Harry und Meghan sind zurück in der britischen Öffentlichkeit.

Von dpa

Sie werden immer noch geliebt. Lächelnd und sichtlich gerührt sind der britische Prinz Harry (42) und seine Frau Herzogin Meghan (45) zu ihrem ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt seit ihrer Rückkehr ins Vereinigte Königreich empfangen worden. Etwa 100 Fans empfingen das Paar am Morgen vor einem gemeinnützigen Tonstudio in Nottingham. „Wir lieben dich, Meghan“, rief eine Frau. Harry unterhielt sich strahlend mit einer Gruppe Schulkindern.

Der Herzog und die Herzogin von Sussex, die Ende August mit den Kindern, Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5), zumindest für die kommenden Monate nach England umgezogen waren, seien „sehr begeistert“, zurück in Nottingham zu sein, sagte ein Sprecher der BBC. Eine Frau zeigte Meghan ein Foto von deren Besuch in der Stadt 2017. „Das ist so besonders“, sagte die Herzogin.

Sichtlich begeistert und mit einem strahlenden Lächeln traten die beiden auf.
Sichtlich begeistert und mit einem strahlenden Lächeln traten die beiden auf.
Sichtlich begeistert und mit einem strahlenden Lächeln traten die beiden auf.
In Nottingham nehmen die beiden mehrere öffentliche Termine wahr.
In Nottingham nehmen die beiden mehrere öffentliche Termine wahr.
In Nottingham nehmen die beiden mehrere öffentliche Termine wahr.
Ein Bild aus einer vergangenen Zeit: Kate, William, Harry und Meghan (l-r). (Archivbild)
Ein Bild aus einer vergangenen Zeit: Kate, William, Harry und Meghan (l-r). (Archivbild)
Ein Bild aus einer vergangenen Zeit: Kate, William, Harry und Meghan (l-r). (Archivbild)

Den letzten gemeinsamen öffentlichen Auftritt in Großbritannien hatten Harry und Meghan im September 2022 absolviert - und das war kein schöner Anlass. Das Paar war zur Beerdigung von Queen Elizabeth II. angereist, die Trauer konnte den Konflikt innerhalb der Königsfamilie aber kaum überdecken. Anfang 2020 hatten sich die Sussexes losgesagt, in den vergangenen Jahren lebten sie abgeschieden von den royalen Pflichten in den USA.

Große Aufregung um die ersten Termine

Mit entsprechender Spannung waren die Termine am Donnerstag bei gemeinnützigen Organisationen erwartet worden. Mehrere britische Medien berichteten mit einem Live-Ticker, jeder Schritt des berühmten Paares wurde genauestens verfolgt - und jedes Detail war wichtig. Meghans Haare waren „zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden“, sie „trug einen locker sitzenden burgunderroten Wintermantel“, beschrieb die Nachrichtenagentur PA. Harry zeigte sich in einem dunklen Anzug und einem weißen Hemd mit offenem Kragen.

„Welche Fächer verpasst ihr gerade?“, fragte der jüngere Sohn von König Charles III. (77) der BBC zufolge grinsend die Schulkinder. Meghan bekam aus der Menge Blumensträuße überreicht. Die Berichte über den Konflikt insbesondere mit Harrys Bruder, Thronfolger Prinz William (44), schienen in Nottingham ganz weit weg. „Ich wollte sie schon immer treffen“, sagte eine junge Frau über das Händeschütteln mit Meghan. „Das ist eine Ehre.“

Wie das Königshaus den Auftritt von Harry und Meghan bewertete, blieb offen. Der Abschied in die USA hatte ein beispielloses Beben ausgelöst und die Familienverhältnisse grundlegend verändert - bis heute? Die Zeitung „The i Paper“ erinnerte zuletzt daran, dass Harry und Meghan gemeinsam mit William und dessen Frau Kate (44) einst als „Fab Four“ bezeichnet wurden, als glamouröses Quartett, das die Monarchie in die nächste Generation führen sollte.

Ein Kampf der zwei Höfe?

Geblieben scheint davon nichts. Stattdessen wird im Vereinigten Königreich über einen Kampf der zwei Höfe spekuliert. Immer wieder werden Aussagen und Verhaltensweisen beider Paare als Versuche gewertet, sich die Deutungshoheit gegenüber dem jeweils anderen Paar zu verschaffen. Über die Hintergründe - etwa die Probleme in der gemeinsamen Kindheit von Harry und William nach dem Unfalltod ihrer Mutter, Prinzessin Diana 1997 - sind mittlerweile mehrere Bücher erschienen.

„Das Rezept im Umgang mit ihnen besteht im Wesentlichen in einer Form des unbarmherzigen Ignorierens - und darin, sich eisern auf andere Dinge zu konzentrieren“, schrieb die Kolumnistin Anne McElvoy über William und Kate. Nachdem der Hof im September - ein wenig ohne Not - erneut daran erinnerte, dass Harry und Meghan keine aktiv arbeitenden Königlichen seien, schrieb Marina Hyde für den „Guardian“: „An König Charles: Sie können den Reality-Show-Hype der Sussexes nicht stoppen. Sie machen die Sache nur noch spannender.“

Die Rückkehr nach England war begleitet worden von Harrys öffentlich kommuniziertem Wunsch, die Fehde mit der Familie hinter sich lassen zu wollen. Mit seinem Vater kam es in den vergangenen Monaten zu mehreren Treffen, vor ein paar Wochen erstmals auch wieder mit Charles' Enkelkindern Archie und Lilibet. Trotz des lauten Mediengetöses ist deshalb möglich, dass sich die Royals mittlerweile wieder viel lieber haben als öffentlich dargestellt.

Der Alltag von Harry und Meghan sortiert sich

Der Umzug der Sussexes war ohnehin auch mit dem Wunsch nach ein bisschen Normalität begründet worden. Die beiden Kinder gehen mittlerweile zur Schule, auch wenn sie aus Sicherheitsgründen bereits einmal wechseln mussten. Als sich kürzlich mutmaßlich Fotografen nahe dem Schulgelände herumtrieben, wurden diese von Harrys und Meghans Team öffentlich verurteilt. Der Umgang der Medien mit seiner Familie ist für den Prinzen seit jeher ein Reizthema.

Das Leben als „Personen des öffentlichen Lebens“ muss sich für das Paar in den kommenden Wochen weiter sortieren. Während von Harry mehrere weitere öffentliche Auftritte erwartet werden, häufig für wohltätige Zwecke, wird bei Meghan mehr Zurückhaltung prophezeit. „Sie liest im Moment viele Drehbücher“, sagte eine nicht näher genannte Quelle der Zeitung „The Telegraph“, beide hätten „unterschiedliche berufliche Prioritäten“. Meghans Fokus liege auf ihrer Familie und ihren Kindern, gefolgt von ihrem Unternehmen und vom Relaunch ihrer Schauspielkarriere.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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