Mit 85 Jahren

„Mister Filmfestival“: Ex-Berlinale-Chef de Hadeln gestorben

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Moritz de Hadeln leitete die Berlinale zwei Jahrzehnte. (Archivbild)

Moritz de Hadeln leitete die Berlinale zwei Jahrzehnte. (Archivbild)

Von dpa

Der frühere Leiter der Berlinale, Moritz de Hadeln, ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 85 Jahren im schweizerischen Nyon, wie sein Biograf Christian Jungen - Chef des Zurich Film Festivals - bestätigte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. De Hadeln hatte von 1979 bis 2001 die Internationalen Filmfestspiele in Berlin geleitet, im Laufe seiner Karriere führte er auch die Filmfestivals in Locarno und Venedig.

Sie trauerten um eine der einflussreichsten Personen der internationalen Filmkultur, teilten die Filmfestspiele in Berlin auf Instagram mit. Die Berlinale würdigte ihn dort als leidenschaftlichen Verfechter des Kinos.

In einer Zeit tiefgreifender politischer Veränderungen habe de Hadeln den Dialog über Grenzen hinweg gefördert, das internationale Profil des Festivals gestärkt und eine Schlüsselrolle bei der Etablierung des Branchenmarktes European Film Market gespielt, schrieb die Berlinale.

De Hadeln, der 1940 im englischen Exeter geboren wurde und einen Schweizer Pass hatte, leitete zunächst das Festival in Locarno. Von dort ging er nach Berlin, eine damals noch geteilte Stadt. Unter seiner Führung wechselte die Berlinale später etwa vom Zoo zum Potsdamer Platz.

Sein Vertrag als Direktor der Berlinale wurde am Ende vorzeitig aufgelöst. Sein Nachfolger Dieter Kosslick blieb ebenfalls rund zwei Jahrzehnte im Amt. De Hadeln übernahm dann für zwei Jahre das Festival in Venedig. 2018 erschien Jungens Buch „Moritz de Hadeln - Mister Filmfestival“. Bis zuletzt hätten sie in Kontakt gestanden, teilte Jungen mit.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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