Unfall beim Rangieren
Ursachenforschung nach Zugunfall in Bayreuth mit Verletzten
Nach dem Zusammenstoß zweier Regionalzüge im Hauptbahnhof Bayreuth mit mehreren Verletzten ist der Zugverkehr wieder aufgenommen worden. Es gebe keine größeren Behinderungen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die kollidierten Züge stünden weiterhin am Hauptbahnhof, blockierten allerdings nicht mehr die Gleise. Wie es heute weitergeht, wusste der Sprecher nicht. Die Ursache für den Unfall war zunächst unklar.
Nach Angaben der Deutschen Bahn kann es am Morgen zum Betriebsbeginn noch zu vereinzelten Zugausfällen kommen, etwa auf der Linie RE32 zwischen Bayreuth Hauptbahnhof und Pegnitz.
Am Mittwochabend war die Zahl der Verletzten zunächst mit acht angegeben worden. Ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sagte am Morgen danach, derzeit gehe man von sieben verletzten Erwachsenen aus. Sie seien alle in eine Klinik gebracht worden.
Laut BRK gab es einen Schwerverletzten, einen mittelschwer Verletzten und
fünf Leichtverletzte. Weitere acht Menschen seien durch die Einsatzkräfte des BRK betreut worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen waren am Mittwochabend gegen 18.45 Uhr zwei Agilis-Züge zusammengestoßen. Eine Bahn mit 13 Fahrgästen an Bord fuhr demnach in den Bahnhof ein, der zweite Zug war ohne Fahrgäste auf einer Rangierfahrt zum Betanken unterwegs. Nach Polizeiangaben wird unter anderem geprüft, ob der Lokführer des rangierenden Zugs womöglich seinen einfahrenden Kollegen übersehen hat. Die Ermittlungen zur Unfallursache begannen noch am Mittwochabend.
Das Unternehmen Agilis betreibt nach eigenen Angaben etwa zehn Prozent des bayerischen Bahnregionalverkehrs. Die Züge fahren vor allem in der Oberpfalz und in Oberfranken.
Die Deutsche Bahn meldete nach dem Unfall auf der Plattform X massive Beeinträchtigungen. Der Bahnhof war stundenlang gesperrt. Geschätzt warteten dort kurz nach dem Unfall etwa 100 bis 150 Menschen auf eine Möglichkeit zur Weiterfahrt. Das Bahnunternehmen Agilis und die Deutsche Bahn setzten Ersatzbusse ein.
Weil das Ausmaß des Unfalls zunächst unklar war, wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert. Allein das BRK hatte mehr als 60 Mitarbeiter vor
Ort, die Feuerwehr aus Bayreuth und Laineck etwa 85 Helfer. Beschäftigte der psychosozialen Notfallversorgung betreuten nach BRK-Angaben insbesondere die nicht verletzten Zuginsassen. Neun Rettungswägen und fünf Krankentransportwägen rückten an.










