Hitzewelle und Klimawandel

Umweltminister ruft wegen Trockenheit zum Wassersparen auf

Die Stadt München hatte einige Zierbrunnen abgestellt. (Symbol)

Die Stadt München hatte einige Zierbrunnen abgestellt. (Symbol)

Von dpa

Vor der zweiten Hitzewelle des Sommers ruft Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) die Menschen in Bayern zum Wassersparen auf. Als Begründung nannte er die niedrigen Grundwasserbestände und die anhaltende Trockenheit. „Jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen“, sagte er. Inwiefern konkrete Wassersparmaßnahmen erforderlich würden, müssten die Behörden vor Ort anhand der jeweils konkreten Situation entscheiden.

Generell zeigten die Hitzeperioden und die wenigen Niederschläge in diesem Jahr, dass die Folgen des Klimawandels zunehmend auch in Bayern spürbar seien. „Die gute Nachricht: Die Wasserversorgung ist in Bayern aktuell gesichert. Die anhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Abflüssen und Grundwasserständen. Das kann lokal und punktuell auch zu Einschränkungen von Nutzungen führen“, betonte Glauber.

Zuletzt hatte die Stadt München wegen des deutlichen höheren Trinkwasserverbrauchs „Notmaßnahmen“ zum Wassersparen ergriffen. Zehn der 150 Zierbrunnen, die am meisten Wasser verbrauchen, wurden abgeschaltet. „Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein“, sagte die Stadt. Weitere 56 Brunnen sollen weniger lang in Betrieb sein, um Wasser zu sparen.

Im Frühjahr ist nach Angaben der Stadt wegen historisch niedriger Niederschläge wenig Grundwasser neu gebildet worden, deshalb könne für die Versorgung weniger Wasser entnommen werden. Auch die Niederschläge der vergangenen Wochen hätten laut den Stadtwerken München quasi nichts an der Situation geändert.

Ein Bewässerungsverbot hatte jüngst die Stadt Landau an der Isar ausgerufen. Das Verbot umfasst die Bewässerung von Rasen- und Grünflächen sowie Sport- und Reitplätzen. Auch Pool-Befüllungen und privates Autowaschen sind bis auf weiteres nicht erlaubt. Mehrere andere bayerische Kommunen appellierten in den vergangenen Tagen an ebenfalls an ihre Bürger, sparsam mit Trinkwasser umzugehen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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