Champions League der Frauen

Trotzdem „Weltklasse“? Für Münchnerinnen wird es knifflig

Bayern-Kapitänin Viggosdottir und Stürmerin Harder nach dem 2:2 gegen Real.

Bayern-Kapitänin Viggosdottir und Stürmerin Harder nach dem 2:2 gegen Real.

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Von dpa

Eine Sache wollte José Barcala klarstellen. „Wir sind ein Weltklasse-Team“, sagte der Trainer des FC Bayern trotz des wohl folgenschweren 2:2 (1:2) in der Champions League gegen Real Madrid. Der Coach war gefragt worden, was denn seinen Fußballerinnen noch fehle, um eben Weltklasse zu werden. Selbst Top-Stürmerin Klara Bühl hatte kurz davor etwas zerknirscht eingeschätzt, dass die Münchnerinnen die absolute Weltklasse noch nicht erreicht haben - um Partien wie gegen Real zu gewinnen.

Das zweite Heim-Remis nach dem 2:2 zum Saisonauftakt gegen Manchester City und dem 3:0 bei Benfica Lissabon hat zur Folge, dass die Bayern in der Champions League nur bei fünf Punkten stehen. In der Tabelle rutschten die deutschen Meisterinnen damit aus den Top vier - also jener Spitzengruppe, die direkt in das Viertelfinale der Königsklasse einzieht. Die Mannschaften auf den Rängen fünf bis zwölf müssen in die Playoffs.

Edna Imade und Pernilla Harder jubelten über den 1:2-Anschlusstreffer.
Edna Imade und Pernilla Harder jubelten über den 1:2-Anschlusstreffer.
Edna Imade und Pernilla Harder jubelten über den 1:2-Anschlusstreffer.
Duell zweier DFB-Nationalspielerinnen: Bayerns Kett (links) und Madrids Senß.
Duell zweier DFB-Nationalspielerinnen: Bayerns Kett (links) und Madrids Senß.
Duell zweier DFB-Nationalspielerinnen: Bayerns Kett (links) und Madrids Senß.
Bayern-Stürmerin Edna Imade köpft das zwischenzeitliche 1:2.
Bayern-Stürmerin Edna Imade köpft das zwischenzeitliche 1:2.
Bayern-Stürmerin Edna Imade köpft das zwischenzeitliche 1:2.
Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute wegen des Zugunglücks in Spanien.
Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute wegen des Zugunglücks in Spanien.
Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute wegen des Zugunglücks in Spanien.

Torhüterin: „Hätten 6:2 gewinnen können“

Damit wird es knifflig für Bühl und Co. - auf die Münchnerinnen warten schließlich noch Auswärtsspiele beim Topteam von Paris Saint-Germain und Austria Wien sowie zum Hauptrundenabschluss im Dezember ein Heimmatch gegen den Titelverteidiger und großen Favoriten FC Barcelona. „Wir hätten eigentlich schon neun Punkte haben können“, sagte Torhüterin Ena Mahmutovic im ZDF und meinte: „Wenn wir ehrlich sind, hätten wir heute 6:2 gewinnen können.“

Auf Rechenspiele und Hadern verzichtete Trainer Barcala im Sportpark Unterhaching. Der Spanier hob vielmehr die Comeback-Qualitäten seiner Spielerinnen hervor, die das frühe 0:2 fast noch gedreht hätten. Nach den Toren von Edna Imade (31.) und Momoko Tanikawa (52.) war ein Sieg möglich, aber einige gute Angriffe wurden nicht zum Abschluss gebracht.

Bühl? „Weltklasse“ - Tanikawa-Tor? „Weltklasse“

„Wir arbeiten daran, bei Themen noch besser zu werden. Aber wir sind ein Weltklasse-Team, weil wir Weltklasse-Spielerinnen haben und weil wir heute eine Sieger-Mentalität gezeigt haben“, lobte der Bayern-Coach.

„Viele Teams wären heute hingekniet, hätten womöglich aufgegeben oder emotional gewackelt“, ergänzte Barcala. „Aber wir waren standhaft. Wir haben viele gute Momente gezeigt und Chancen kreiert. Darauf müssen wir stolz sein.“ Der Ausdruck „Weltklasse“ schien es dem Spanier angetan zu haben - sowohl seine Flügelstürmerin Bühl als auch Tanikawas Ausgleichstreffer per sehenswertem Schlenzer bekamen vom Trainer dieses Attribut zugewiesen.

Nun DFB-Pokal gegen Leverkusen

Nationalspielerin Bühl war da zurückhaltender. Sie sprach über die Entwicklung „von sehr, sehr guter Mannschaft zu Weltklasse-Mannschaft“ und meinte vorsichtig: „Da müssen wir als Team den Schritt gehen, aber auch jede Spielerin einzeln. Und das ist etwas, wo wir tagtäglich dran arbeiten.“

Und was schon bald wieder wichtig wird: Nach dem „kleinen Bremser“ (Bühl) gegen die Königlichen steht für die Münchnerinnen am Sonntag das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen an.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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