Mit Milchlastern

Trockenheit: Böbrach im Landkreis Regen bekommt Trinkwasser geliefert

Das Trinkwasser in Böbrach im Landkreis Regen wird knapp. Nachschub kommt inzwischen in Lastwagen. Die Gemeinde ist nicht der einzige Fall in Bayern.

Wegen anhaltender Trockenheit herrscht Wasserknappheit in Böbrach im Kreis Regen. (Symbolbild)

Wegen anhaltender Trockenheit herrscht Wasserknappheit in Böbrach im Kreis Regen. (Symbolbild)

Von dpa, und Thomas Hobelsberger

Regenmangel und Hitze haben in Böbrach im Bayerischen Wald das gemeindeeigene Wasser so knapp werden lassen, dass nun Trinkwasser geliefert wird. Wie die Gemeinde im Landkreis Regen mitteilte, werde in den kommenden Tagen der Hochbehälter mit Wasser aus Bodenmais gespeist. Das werde mit Milchlastern transportiert.

Ansonsten könnte die Trinkwasserversorgung nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, hieß es. „Für die Bevölkerung besteht kein Anlass zur Besorgnis.“ Das zusätzlich eingespeiste Trinkwasser erfülle sämtliche gesetzlichen Anforderungen an die Trinkwasserqualität.

Gemeinde appelliert: Bürger sollen sparsam mit Wasser umgehen

Auch wenn die Trinkwasserversorgung somit den Angaben nach gesichert bleibt, appelliert die Gemeinde an ihre Bürger, sparsam mit Wasser umzugehen. „Ein bewusster und sparsamer Wasserverbrauch trägt dazu bei, die vorhandenen knappen Wasserressourcen zu schonen und die Versorgung langfristig zu sichern.“

Die Wasserversorgung in Böbrach war jahrelang ein Dauerthema – und letztendlich setzten sich diejenigen durch, die sich gegen Fernwasser aussprachen. Im Jahr 2024 gab es dazu einen Bürgerentscheid. Damals entfielen letztendlich 575 Stimmen (69,6 Prozent) für Eigenwasser, 251 Stimmten (30,4 Prozent) waren für Mischwasser. „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagte Bürgermeister Gerd Schönberger damals. Es sei „sehr, sehr schwierig“, schützbare Quellen auszuweisen.“

Böbrach ist derzeit kein Einzelfall. Auch in Bad Bayersoien (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) kommt das Trinkwasser inzwischen mit Milchlastwagen. 

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