Champions League

Strahlender Musiala führt Bayern zum späten Traumstart

Jawoll! Jamal Musiala ballt nach seinem Tor die Faust.

Jawoll! Jamal Musiala ballt nach seinem Tor die Faust.

Von dpa

Nach dem Traumstart des FC Bayern in die Champions-League-Saison umarmten alle Münchener Spieler Jamal Musiala und zogen mit ihm zur Fankurve. Bei seinem Startelf-Comeback hatte der 23-Jährige gleich eine Hauptrolle gespielt und sein Team zum nächsten Auftaktsieg in der Champions League geführt. Der Fußball-Nationalspieler leitete mit seinem Führungstor das hochverdiente und am Ende auch noch deutliche 5:0 (0:0) des deutschen Meisters gegen den letztjährigen Favoritenschreck FK Bodö/Glimt ein.

„Ich freue mich jetzt, wieder im Rhythmus zu sein. Erster Start und Champions League“, sagte Musiala bei DAZN. „Es war ein super Moment. Ich bin sehr glücklich für mich und die Mannschaft. Ich habe vom Trainerteam, der Mannschaft viel Support bekommen. Den Abend werde ich genießen.“

Die erste Chance. Jamal Musiala kommt Luis Díaz (r) beim Kopfball in die Quere.
Die erste Chance. Jamal Musiala kommt Luis Díaz (r) beim Kopfball in die Quere.
Die erste Chance. Jamal Musiala kommt Luis Díaz (r) beim Kopfball in die Quere.
Bodös bester Mann, Torwart Nikita Haikin (Nr. 12), musste zur Pause verletzt raus.
Bodös bester Mann, Torwart Nikita Haikin (Nr. 12), musste zur Pause verletzt raus.
Bodös bester Mann, Torwart Nikita Haikin (Nr. 12), musste zur Pause verletzt raus.
Dayot Upamecano gratuliert Alphonso Davies (r) zum 3:0.
Dayot Upamecano gratuliert Alphonso Davies (r) zum 3:0.
Dayot Upamecano gratuliert Alphonso Davies (r) zum 3:0.

Nach der Pause wird es deutlich

Auch dank ihm ließ das Team von Trainer Vincent Kompany nach den selbstbewussten Titelansagen mit dem 23. Auftaktsieg nacheinander in Europas Königsklasse auch Taten folgen. Nachdem Musiala in der 47. Minute das Abwehrbollwerk der Norweger erstmals geknackt hatte, legten Torjäger Harry Kane mit dem Kopf (61.), Alphonso Davies mit einem strammen Distanzschuss (77.) und Michael Olise mit einem Doppelpack (83./90.+2) noch mehrfach nach. Kurz vor Schluss sah Odin Björtuft bei den Gästen nach einer Notbremse noch die Rote Karte.

Kompany umarmt Musiala

Der Mann des Abends in der ausverkauften Allianz Arena war Musiala. Kurz nach der Pause kam der Offensiv-Zauberer im Strafraum an den Ball. Nach einer blitzschnellen Drehung traf er mit seinem starken rechten Fuß in die lange Ecke. Ein Klasse-Tor. Strahlend nahm der 23-Jährige die Glückwünsche der Teamkollegen entgegen. Und die 75.000 Zuschauer riefen lautstark seinen Namen.

„Ich freue mich wirklich sehr für ihn. Er hatte eine schwere Zeit, vor allem zu Beginn der Saisonvorbereitung und zu Saisonbeginn. Es ist schön, ein Lächeln auf seinem Gesicht zu sehen“, sagte Torjäger Kane. „Ich glaube, ihm ist eine Last von den Schultern gefallen.“


„Jamal hat sich diesen Einsatz verdient“, hatte Kompany vor dem Anpfiff bei DAZN die überraschende Startelf-Nominierung Musialas begründet. Das zehnte Tor in Europas Königsklasse war für ihn ein ganz Besonderes nach seinen Zusammenbrüchen bei zwei Testspielen in der Saisonvorbereitung.

Es markiert den nächsten Schritt zurück hin zur Normalität für den an einer neurologischen Dysfunktion erkrankten Profi. Die innige Umarmung zwischen Trainer und Spieler bei Musialas Auswechslung belegte die Wichtigkeit dieses Abends und dieses Tores (65.).

Bayern tun sich mit dem Torschießen zunächst schwer

Einen Tag nach den eindrucksvollen Kantersiegen von Titelverteidiger Paris Saint-Germain (6:1 gegen Slovan Bratislava) und Mitfavorit FC Barcelona mit Ex-Bayern-Coach Hansi Flick (5:1 gegen Feyenoord Rotterdam) fiel dem deutschen Rekordmeister das Toreschießen zunächst nicht so leicht. Und das hatte mehrere Gründe. Die Gäste aus Norwegen verdichteten mit einer Fünferkette und einer weiteren Vier-Mann-Reihe davor extrem die Räume. In der Dauerbelagerung vor dem gegnerischen Strafraum taten sich die Bayern schwer, Lücken zu finden.

Schwer hatten es insbesondere Torjäger Kane und Spielmacher Musiala im Zentrum. Musiala versuchte immer wieder, sich in Ballbesitz an den Gegnern vorbeizuschlängeln, verzettelte sich aber dabei auch mehrmals. Eine erste große Einzelaktion hatte er in der 40. Minute. Er schoss aber zu zentral.

Bodös starker Torwart Nikita Haikin zur Pause verletzt raus

Auch wenn sich die Bayern beim geduldigen Anlaufen und Kombinieren schwertaten, hätten sie schon zur Pause klar führen können. Es fehlte aber der krönende Abschluss. Und Bodö hatte in Nikita Haikin zudem seinen besten Mann im Tor. Mit einem Reflex parierte der 31-Jährige einen Kopfball von Luis Díaz (5.), den Schuss von Musiala (40.) und reaktionsschnell auch einen Volleyschuss von Joshua Kimmich (44.). Der Mittelfeldchef hatte zudem Pech mit einem Schuss an den Pfosten, den auch Haikin nicht gehalten hätte (35.).

Bodös Rückhalt verletzte sich jedoch kurz vor dem Ende der ersten Hälfte. Er kehrte nach der Pause nicht ins Tor zurück. Julian Faye Lund ersetzte ihn. Und der 27-Jährige war bei Musialas Schuss gleich mal chancenlos. Und auch bei den weiteren Gegentreffern war der Norweger machtlos.

Auf der Gegenseite verbrachte Bayern-Kapitän Manuel Neuer zum Start in seine 18. Champions-League-Spielzeit (deutscher Rekord) einen recht ruhigen Arbeitstag. Der 40-Jährige konnte überwiegend seinen Vorderleuten zusehen, wie sie pausenlos das gegnerische Tor belagerten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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