2. Fußball-Bundesliga
Schulter ausgekugelt: Nürnbergs Sorgen um Zoma

Daniel Karmann/dpa
Mohamed Zoma (m) verletzte sich beim Spiel in Cottbus. Wann kann er wieder jubeln? (Archivbild)
Der Schreck beim 1. FC Nürnberg über die Verletzung von Torjäger Mohamed Zoma war groß. Der italienische Nationalspieler hatte sich beim 1:1 am Freitagabend im Auswärtsspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen Energie Cottbus die Schulter ausgekugelt. Wie lange er ausfällt, ist offen.
„Wir haben ja schon mal ein paar Minuten ohne Momo gespielt. Jetzt müssen wir mal abwarten, was da rauskommt“, sagte Trainer Miroslav Klose. „Wir haben schon Spieler, die auch spielen können, nicht auf dem Niveau und die ein bisschen andere Qualitäten haben.“
Wie schwerwiegend die Folgen sind, vermochte Klose zunächst nicht zu prognostizieren. Entscheidend für die Ausfallzeit ist, ob zusätzlich andere Strukturen verletzt sind. Es können einige Wochen, aber auch einige Monate Zwangspause werden. Klose kugelte sich in der Saison 2013/14 selbst die Schulter aus. Nach einem guten Monat war er zurück auf dem Platz.
Gegner-Trainer wünscht „gute Besserung“
„Momo ist natürlich ein extrem wichtiger Spieler für uns. Ich hoffe, dass er möglichst schnell wieder fit wird“, sagte Offensivkollege Piet Scobel. Als der eingewechselte Stjopa Mkrtschjan (79. Minute) den Führungstreffer von Justin Butler (56.) ausglich, war Zoma längst aus dem Spiel.
Früh war der siebenfache Saisontorschütze auf die Schulter gefallen, biss sich weiter durch, musste aber dann doch ausgewechselt werden. „Gute Besserung, dass er nicht länger ausfällt“, sagte Energie-Trainer Pele Wollitz.
Klose muss sich für die kommenden Wochen neue Lösungen überlegen. „Momo ist ein fantastischer Spieler, eins zu eins kann man ihn nicht ersetzen“, sagte der frühere Weltklassestürmer laut Medien. Abwehrspieler Fynn Otto betonte, dass man den Ausfall gemeinsam auffangen müsse. „Wir müssen jetzt einfach gucken, dass wir nicht nur von einem Spieler abhängig sind. Das sind wir auch nicht. Wir haben genug andere Stärken“, sagte Otto.
Klose hebt Reifeprozess hervor
Aus dem schwierigen Spiel in Cottbus konnte der „Club“ aber die Erkenntnis mitnehmen, dass er auch ohne Zoma zurückkommen kann. Seit 13 Spielen ist der FCN ungeschlagen und glich erneut einen Rückstand aus. „Wir haben in den ersten beiden Jahren unter mir ganz viele solcher Spiele nicht ziehen können, sondern haben dann Tore zu schlechten Zeitpunkten gefangen“, sagte Klose.
Otto fuhr nicht nur wegen der Zoma-Verletzung mit „gemischten Gefühlen“ heim. „Ich denke schon, dass hier ein Sieg drin gewesen wäre. Trotzdem können wir zufrieden sein, wenn man das ganze Spiel betrachtet. Wir wussten, dass wir einerseits Geduld brauchen, andererseits aber manchmal auch leiden müssen“, sagte der 24-Jährige.











