Nach Schüssen in Berngau

Schützenbund: Tat „mit keinem Gesetz der Welt zu verhindern“

Bei dem Schützen von Berngau handelt es sich laut Innenminister Herrmann um einen Sportschützen und Jäger.

Bei dem Schützen von Berngau handelt es sich laut Innenminister Herrmann um einen Sportschützen und Jäger.

Von dpa

Nach den tödlichen Schüssen eines Sportschützen auf zwei Verwaltungsmitarbeiter in Berngau spricht der Geschäftsführer des Bayerischen Sportschützenbunds (BSSB) von einem absoluten Einzelfall. „Eine derartige Einzeltat ist mit keinem Gesetz der Welt zu verhindern“, sagte BSSB-Geschäftsführer Alexander Heidel der Deutschen Presse-Agentur.

Heidel bezeichnete den Vorfall bei einer Waffenkontrolle, bei dem zwei Mitarbeiter des Landratsamts in Neumarkt in der Oberpfalz getötet wurden, als „schlimme Tragödie“ und sprach im Namen des Verbandes den Familien der Opfer sein Beileid aus.

Heidel sagte, er könne nicht bestätigen, ob es sich bei dem Verdächtigen um ein Mitglied des Verbandes handelt. Über die Personalien des 60-Jährigen lägen dem Verband keine Informationen vor. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) besaß der 60-Jährige als Sportschütze und Jäger zehn Waffen legal.

„Keine gravierenden Vorfälle bekannt“

BSSB-Geschäftsführer Heidel betonte, dass „eine derartige Eskalation als absoluter Einzelfall“ zu sehen sei. „In der jüngeren Vergangenheit sind uns auch keine gravierenden Vorfälle bekannt“, fuhr der Geschäftsführer fort. Allgemein gebe es nur wenige bis gar keine Probleme bei den Kontrollen in Bayern. Laut Herrmann finden jährlich mindestens 60.000 solcher Kontrollen im Freistaat statt.

Der Verband werde aber in der Regel nur dann von den Mitgliedern eingeschaltet, wenn ein Entzug der Erlaubnis zum Waffenbesitz von Amts wegen zur Debatte stehe, sagte Heidel. „Was die Behörde dort kontrolliert, ist in gesetzlichen Vorgaben streng reguliert.“ Mit Blick auf Auswirkungen des Vorfalls auf die aktuelle Prüfung des Waffenrechts durch das Bundesinnenministerium gelte es, die weiteren Ermittlungen der Polizei abzuwarten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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