Polizeieinsatz in München
Säure-Drohung löst Großeinsatz in Schwabing aus

Hendrik Schmidt/dpa
Ein Mann drohte in München Einsatzkräften mit einer säurehaltigen Substanz. (Symbolbild)
Ein Großeinsatz der Polizei hat am Donnerstagvormittag den Münchner Stadtteil Schwabing in Atem gehalten. Rund 30 Einsatzkräfte, darunter Spezialeinheiten und die Feuerwehr, rückten aus, nachdem ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses mit einem Säure-Angriff gedroht hatte.
Gegen 9.00 Uhr ging bei der Polizei die Meldung über psychisch auffälliges Verhalten des 45-Jährigen ein. Als eine Streife vor Ort eintraf, eskalierte die Situation verbal. Nach Angaben des Polizeipräsidiums München habe der 45-Jährige damit gedroht, die Beamten bei einem weiteren Vorgehen mit einer „säurehaltigen Substanz“ anzugreifen.
Aufgrund der potenziellen Gefahr durch Chemikalien wurde die Georgenstraße für den Verkehr komplett gesperrt. Neben polizeilichen Spezialeinheiten wurde vorsorglich auch die Feuerwehr alarmiert, um auf mögliche Verätzungen oder gefährliche Stoffe vorbereitet zu sein.
Gegen 11.45 Uhr erfolgte schließlich der Zugriff: Die Einsatzkräfte konnten den 45-Jährigen in seiner Wohnung überwältigen. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räumlichkeiten gab es jedoch Entwarnung: Außer herkömmlichen Haushaltsreinigern wurden keine gefährlichen Substanzen entdeckt.
Der Mann wurde aufgrund seines Zustandes in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung eingeleitet.








