BMW Open
Rosenmüller patzt: Kein Münchner Golf-Märchen in Eichenried

Sven Hoppe/dpa
War früher als Fan in Eichenried - diesmal hatte er die Chance auf den Sieg: Thomas Rosenmüller.
Zum großen Happy End hat es doch nicht gereicht. Der Münchner Golfprofi Thomas Rosenmüller ist beim Turnier in Eichenried Sechster geworden. Ein mauer Schlusstag brachte den 29-Jährigen auf seiner Heim-Anlage um eine bessere Position und die Chance auf den ersten Sieg auf der DP World Tour. Rosenmüller war als Viertplatzierter mit zwei Schlägen Rückstand auf die Spitze in den vierten Tag gegangen - dann aber spielte der Sportler aus Ismaning nur Par und hatte so keine Chance mehr auf den Coup.
Den Sieg bei den 37. BMW International Open vor den Toren Münchens holte der Südafrikaner Michael Hollick nach einem famosen Finish. Der 39-Jährige lag zwei Bahnen vor Ende noch vier Schläge hinter seinem Landsmann Hennie du Plessis, holte die aber mit einem Birdie und einem Eagle auf. Dank 18 unter Par gewann Hollick vor du Plessis (-17) und dem Österreicher Bernd Wiesberger (-14) und feierte den ersten Sieg seiner Karriere auf der DP World Tour.

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Gewann die BMW Open nach einem atemberaubenden Finish: Michael Hollick aus Südafrika.
Ein gebrauchtes Wochenende erlebte Matti Schmid. Der aktuell beste deutsche Golfer war mit Siegambitionen nach Eichenried gekommen. Nach Runden mit 74 und 72 Schlägen am Samstag und Sonntag wurde er aber ebenso wie der Düsseldorfer Nicolai von Dellingshausen nur geteilter 23. (-7). Einen Schlag besser war der ebenfalls aus Düsseldorf kommende Freddy Schott. Als einziger Amateur im Finale wurde Finn Kölle (Sulzfeld) 30. (-5).
Wegen einer Unwetterwarnung war das Programm des Schlusstages um ein paar Stunden nach vorn verlegt worden. Das tat den Deutschen nicht gut - allen voran Rosenmüller: Punktgleich und im gleichen Flight mit dem später Zweitplatzierten Du Plessis war der Lokalmatador auf die Runde gegangen. Vier Bogeys aber ließen ihn zurückfallen - ein Eagle am 18. und letzten Loch waren unter dem Jubel der Zuschauer dann immerhin Schadensbegrenzung. Pünktlich zur Siegerehrung setzte dann übrigens tatsächlich der Regen ein.
Rosenmüller verpasste es, als erst zweiter Deutscher nach Martin Kaymer die BMW International Open zu gewinnen. Es wäre ein kleines Golf-Märchen gewesen. „Ich erinnere mich immer noch an das Gefühl, wie es damals als Kind war, hier zu sein“, schilderte er. „Als Martin 2008 gewonnen hat, war ich eines der Kinder, die da draußen standen, unbedingt ein Autogramm wollten und sich gefreut haben, wenn Spieler Bälle ausgegeben oder unterschrieben haben.“
Der frühere Weltranglistenerste Kaymer hatte dieses Mal nach zwei verpatzten Runden den Cut deutlich verpasst. In diesem Jahr gab es erstmalig drei Millionen US-Dollar Gesamtpreisgeld (2,63 Millionen Euro) zu gewinnen, davon 510.000 US-Dollar (448.000 Euro) für den Sieger. Rosenmüller konnte sich mit 105.000 Dollar (knapp 92.000 Euro) trösten.
2027 bekommen die BMW Open einen neuen Termin: Statt Anfang Juli trifft sich die Golf-Elite schon Ende Mai auf der traditionsreichen Anlage in Eichenried.








