Transformation

Playmobil-Werk soll zu Rechenzentrum werden

Auf dem Playmobil-Gelände in Dietenhofen soll ein Rechenzentrum entstehen. (Archivbild)

Auf dem Playmobil-Gelände in Dietenhofen soll ein Rechenzentrum entstehen. (Archivbild)

Autorenprofile
Von dpa

Wo noch bis vor kurzem Playmobil-Spielwaren produziert wurden, entsteht jetzt ein Hochleistungs-Rechenzentrum: Die Playmobil-Mutter Horst-Brandstätter-Group baue auf dem Gelände ihres Werks in Dietenhofen einen Rechen-Campus, der auf eine Leistung von 100 Megawatt ausgelegt sei und Potenzial darüber hinaus habe, wie das Unternehmen mitteilte.

Modulares System

Brandstätter stellt die Infrastruktur, Partner sollen die jeweiligen Anwendungen teils in Eigenregie bewerkstelligen. Die Angebote reichen vom bloßen Bereitstellen der Flächen mit entsprechender Netzanbindung bis zur fertigen Rechenleistung.

Die Sparte Playmobil digital sei ein neuer, eigenständiger Zweig in der Unternehmensgruppe. Bau und Betrieb des Campus werden von einem Team verantwortet, das mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Rechenzentren und IT aufweise.

Günstige Netzanbindung

Der Standort in Dietenhofen biete gute Voraussetzungen für ein Rechenzentrum. Auf dem Playmobil-Areal bestehe bereits eine Anbindung an eine 110-Kilovolt-Leitung. Der Netzbetreiber N-ERGIE in Nürnberg habe die entsprechenden Netzkapazitäten zugesichert.

„Wo über Jahrzehnte Playmobil produziert wurde, wollen wir künftig eine der wichtigsten Infrastrukturen der digitalen Zukunft ermöglichen“, sagte Brandstätter-Vorstand Matthias Fauser. Große Rechnerleistungen sind vor allem für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in Zukunft mehr und mehr von Bedeutung.

Spielwaren-Produktion geschlossen

Das Gelände in Dietenhofen war bis zum Sommer das einzige deutsche Werk, in dem Playmobil Spielwaren produziert hatte. Es wurde Ende Juni geschlossen, die Produktion wurde ins Ausland verlagert. 350 Mitarbeitende verloren ihren Arbeitsplatz. Die Marke Playmobil steht bereits seit längerer Zeit wirtschaftlich unter Druck.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Autoren des Artikels folgen

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.