Energie

Ostbayern kommt weiter für Atommüllendlager infrage

Der Schacht Konrad ist das erste genehmigte Atommüllendlager in Deutschland. Zu Beginn der 2030er Jahre soll die Einlagerung von bis zu 303.000 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiver Abfälle beginnen. (Archivbild)

Der Schacht Konrad ist das erste genehmigte Atommüllendlager in Deutschland. Zu Beginn der 2030er Jahre soll die Einlagerung von bis zu 303.000 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiver Abfälle beginnen. (Archivbild)

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Von dpa

Bei der deutschlandweiten Suche nach einem Standort für ein Atommüllendlager für hoch radioaktiven Abfall sind mehrere Regionen in Niederbayern und der Oberpfalz weiterhin als möglicherweise geeignete Flächen im Rennen. Das geht aus einer Veröffentlichung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor.

Ein Gebiet im Fichtelgebirge sowie eines im Raum Neu-Ulm, die vor einem Jahr noch in der Prüfung waren, kommen nach aktuellem Stand nicht mehr infrage. Diese sind inzwischen zwar als gut geeignet für die Endlagerung eingestuft worden, jedoch gibt es einem Sprecher zufolge deutlich bessere Formationen.

Glauber: Bayern ungeeignet

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) sprach von einer guten Nachricht für die Menschen in den betroffenen Regionen in Schwaben und Franken. Für viele Menschen in Ostbayern bleibe die Unsicherheit allerdings bestehen, dass dort Ende 2027 möglicherweise ein Teilgebiet als Standortregion vorgeschlagen werde.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat eine schwere Aufgabe zu erfüllen. Sie muss herausfinden, welche Standorte für den Bau eines Endlagers für hoch radioaktiven Müll geeignet sein konnten. (Archivbild)

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat eine schwere Aufgabe zu erfüllen. Sie muss herausfinden, welche Standorte für den Bau eines Endlagers für hoch radioaktiven Müll geeignet sein konnten. (Archivbild)

Aus bayerischer Sicht seien die von der BGE weiterhin betrachteten Kristallin-Gebiete in den östlichen Landesteilen der Oberpfalz und von Niederbayern ungeeignet, sagte der Minister. Der Freistaat erwarte vom Bund, dass diese Regionen schnell aus dem weiteren Verfahren genommen werden.

Nächste Festlegung soll 2027 folgen

Bei den jetzt veröffentlichten Gebieten handelt es sich um die letzte Eingrenzung vor der offiziellen Festlegung auf mögliche Standortregionen, die dann anschließend noch genauer untersucht werden müssen. Dieser Schritt soll laut BGE 2027 erfolgen. Die finale Entscheidung über diese zu erkundenden Standortregionen trifft der Bundestag.

Die BGE prüft, welche Gebiete in Deutschland günstige geologische Bedingungen für die unterirdische Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle erwarten lassen. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass bis 2050 ein entsprechendes Endlager gefunden sein wird. Das wäre etwa 20 Jahre später als ursprünglich geplant. Bis wann das Endlager dann wirklich genutzt werden kann, ist noch offen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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