„Verstummte Stimmen“

Opernhäuser erinnern an von den Nazis verfolgte Künstler

Neben der Freiluft-Ausstellung «Verstummte Stimmen» gibt es jetzt auch eine Digital-Plattform.

Neben der Freiluft-Ausstellung «Verstummte Stimmen» gibt es jetzt auch eine Digital-Plattform.

Von dpa

Große deutsche Bühnen haben eine Gedenkplattform gestartet, um an in der NS-Zeit verfolgte Künstlerinnen und Künstler zu erinnern. Am Projekt „Verstummte Stimmen“ beteiligt sind die Hamburgische Staatsoper, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Staatsoper Stuttgart und die Semperoper sowie das Staatsschauspiel Dresden. Trägerin des Projekts ist die Stadt Bayreuth als Heimat der Richard-Wagner-Festspiele.

Ausgangspunkt ist die Ausstellung „Verstummte Stimmen“, die zwischen 2006 und 2012 in sechs deutschen Städten zu sehen war. Seit 2012 ist sie dauerhaft am Grünen Hügel Bayreuth unterhalb des Festspielhauses installiert.

Prominente Stimmen des aktuellen Kulturbetriebs wie Dirigent Christian Thielemann und der Hamburger Intendant Tobias Kratzer sprechen dafür die Biografien der Betroffenen ein, wie die Verantwortlichen in Bayreuth erläuterten.

Ausgangspunkt ist die Ausstellung «Verstummte Stimmen», die zwischen 2006 und 2012 in sechs deutschen Städten zu sehen war.

Ausgangspunkt ist die Ausstellung «Verstummte Stimmen», die zwischen 2006 und 2012 in sechs deutschen Städten zu sehen war.

Das Schicksal von 300 Künstlerinnen und Künstler und Bühnenmitarbeitern, die zwischen 1933 und 1945 aus dem deutschen Opernbetrieb verdrängt und oft später auch ermordet wurden, ist aufgearbeitet worden. Sie waren überwiegend Juden, aber auch Menschen, die sich dem NS-Regime widersetzt haben.

Man bekenne sich dazu, „dass die Erinnerung an das damals geschehene Unrecht heute und in der Zukunft wachgehalten wird“, schrieben die Intendanten der beteiligten Häuser.

Das Projekt zur Aufarbeitung der Vergangenheit sei eine „unerlässliche Aufgabe, der wir uns stellen, sowohl vor Ort als auch im digitalen Raum“, sagte Bayreuths Oberbürgermeister Andreas Zippel (SPD). „Wir geben den "Verstummten Stimmen" wieder eine Stimme.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.