„Bayerntrend“

Neue Umfrage: CSU stabil, AfD rauf, Freie Wähler runter

Eine neue Umfrage gibt den bayerischen Regierungspartner unterschiedliche Signale.

Eine neue Umfrage gibt den bayerischen Regierungspartner unterschiedliche Signale.

Von dpa

Die CSU liegt zu Jahresanfang in der Wählergunst in Bayern bei 39 Prozent - das ist ein Prozentpunkt weniger als vor zwei Jahren, wie aus dem neuen BR24-„Bayerntrend“ hervorgeht. Die Freien Wähler müssen dagegen deutliche Verluste hinnehmen, die AfD legt ebenso deutlich zu.

Wäre am Sonntag Landtagswahl, könnte die AfD mit 19 Prozent rechnen, das sind vier Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Die Freien Wähler unter Hubert Aiwanger kämen nur noch auf 9 Prozent (minus 4). Die Grünen stehen demnach unverändert bei 13 Prozent, die SPD bei 8 Prozent (plus 1). Alle anderen kommen zusammen auf 12 Prozent, darunter die Linke mit 3 Prozent.

Auffällig im neuen „Bayerntrend“: Die Zufriedenheit mit der Staatsregierung insgesamt sinkt, aber auch die Zufriedenheit mit den Regierungsparteien. Und auch für Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seinen Vize Aiwanger gehen die Werte nach unten, für Aiwanger noch etwas deutlicher.

Im Detail: 47 Prozent der Bayern sind der neuen Umfrage zufolge mit der Arbeit der Staatsregierung zufrieden, das sind drei Prozentpunkte weniger als vor zwei Jahren. 50 Prozent sind weniger zufrieden (plus 2 Prozentpunkte). Die Zufriedenheit mit der CSU in der Staatsregierung ist seit dem Regierungsstart vor zwei Jahren von 51 auf 44 Prozent zurückgegangen. Bei den Freien Wählern ging es seither sogar 10 Punkte nach unten, von 41 auf jetzt noch 31 Prozent. Grüne (23), SPD (22) und AfD (20 Prozent) haben um je drei Punkte zugelegt.

Auch bei den persönlichen Werten müssen Söder und vor allem Aiwanger Federn lassen. Im Januar 2024 hatten noch 60 Prozent der Wahlberechtigten Söder als guten Ministerpräsidenten bezeichnet, jetzt sind es 55 Prozent. Mit Söders gesamter politischer Arbeit sind laut Umfrage 49 Prozent zufrieden, nach 55 Prozent in einer Erhebung zur Landtagswahl im Oktober 2023. Aiwanger stellen aktuell noch 40 Prozent ein positives Zeugnis aus - in der BR-Erhebung zur Landtagswahl im Herbst 2023 waren es noch 50 Prozent.

Für den neuen „Bayerntrend“ hatte das Institut Infratest dimap vom 8. bis 12. Januar 1.177 Wahlberechtigte in Bayern befragt, telefonisch und online. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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