Naturschutz

Mähfreier Mai für mehr Artenvielfalt

Gänseblümchen und Co. einfach stehenlassen: Was Gartenbesitzer zugunsten der Artenvielfalt beachten sollten. (Symbolbild)

Gänseblümchen und Co. einfach stehenlassen: Was Gartenbesitzer zugunsten der Artenvielfalt beachten sollten. (Symbolbild)

Von dpa

Um die Artenvielfalt zu fördern, können Gartenbesitzer einfach ihren Rasenmäher bis Ende Mai im Schuppen lassen. Die Rasenflächen, Blumen und Brennnesseln im heimischen Garten sollten als Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel vorerst stehenbleiben, appellierte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Hilpoltstein.

„Ungemähte Rasenflächen bieten wichtigen Lebensraum für Wildblumen und Insekten“, erläuterte LBV-Biologin Tarja Richter. „Löwenzahn und Weißklee locken beispielsweise Schmetterlinge und Wildbienen an, die den Nektar und die Pollen brauchen, Brennnesseln werden von einigen Schmetterlingen zur Eiablage genutzt. Auch Vögel profitieren von den Insekten und Samen.“

Durch den Verzicht auf das Mähen könnten sich die Pflanzen bis zur vollen Blüte entwickeln. Die ersten Blüten auf der Wiese seien als Nahrungsquelle besonders wertvoll, erläuterte Richter. „Außerdem bietet langes Gras einen wichtigen Lebensraum für Käfer oder Heuschrecken.“

Laut LVB machen Privatgärten zwei Prozent der Gesamtfläche des Freistaats aus. Deshalb seien Versteckmöglichkeiten und Nistorte für Vögel und Insekten im Garten so wichtig - und das Verhalten der Besitzer durchaus relevant. Wer dauerhaft zum Artenschutz beitragen will, soll laut LBV den Rasen auch ab Juni nur etwa einmal im Monat stutzen, am besten mit einer Sense. Das abgeschnittene Gras sollte danach nicht liegengelassen, sondern direkt kompostiert werden.

Und: In Abschnitten mähen - so bleiben jeweils Teile des Gartens als Rückzugsraumraum für die Tiere bestehen. Von der Nutzung von Mährobotern rät der LBV dringend ab - die können kleinen Gartenbewohnern wie Igeln gefährlich werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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