Piloten und Flugbegleiter
Lufthansa am Boden: Crew-Streik hat begonnen
Wegen eines Streiks von Piloten und Flugbegleitern der Lufthansa sind allein in Frankfurt und München mehrere hundert Flüge der größten deutschen Fluggesellschaft ausgefallen. Laut der Gewerkschaft Ufo sind Arbeitsniederlegungen des Kabinenpersonals bei Lufthansa und Lufthansa CityLine für den ganzen Tag geplant. Genaue Zahlen, wie viele Flüge schlussendlich ausfallen würden, gab es am Vormittag zunächst nicht.
Laut Flugplan des Flughafens München sind zahlreiche Starts und Landungen bereits annulliert. Ein Sprecher der Lufthansa sagte, es könnten weitere Streichungen hinzukommen. Fluggäste sollten vor allem auf digitalen Wegen informiert werden. Der Münchner Flughafen ist mit weltweit 137 Zielen nach Frankfurt das zweite Drehkreuz der Lufthansa für den internationalen Flugverkehr.
Weitere Protestaktionen in der Zukunft sind nicht ausgeschlossen: „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch nicht sagen, ob dieser Warnstreik der letzte sein wird“, sagte Ufo-Chef Joachim Vazquez Bürger am Münchner Flughafen. „Das kommt darauf an, wie das Management auf diesen Streik reagiert. Sollte da ein Umdenken stattfinden, werden wir jederzeit an den Verhandlungstisch zurückkehren.“
Die rund 4.800 Piloten streiken bei Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo für höhere Betriebsrenten. Die Flugbegleiter wollen mit einem Warnstreik Tarifverhandlungen zu mehreren Themen erzwingen. Hier hat die Gewerkschaft Ufo auch das Personal der von der Schließung bedrohten Regionaltochter Lufthansa Cityline zum Ausstand aufgerufen. Der Vorstand hat die Forderungen zurückgewiesen. Andere Konzerngesellschaften sollen nicht bestreikt werden.









