Polizei-Statistik
Kriminalität in Bayern auf Stand von 1978 gesunken
Die Kriminalitätsrate in Bayern ist auf den Stand der 70er Jahre gesunken. „Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021 hatten wir im vergangenen Jahr 2025 die seit 1978 beste Sicherheitslage“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München.
Die bayerische Polizei registrierte 4.094 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Das ist ein Rückgang um 4,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024. Herrmann sprach von einer „großartigen Bilanz, die alle Behauptungen einer dauernden Zunahme von Kriminalität widerlegt“.
Der Rückgang bezieht sich allerdings nicht auf jeden Deliktbereich. Die Einbruchzahlen stiegen nach Angaben des Innenministeriums um 5,6 Prozent auf 3.806 registrierte Fälle und die der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung um 2,4 Prozent auf 17.956 aktenkundig gewordene Fälle.
Mehr Schaden durch „Auslandstaten“ in Niederbayern
Für Niederbayern im Speziellen konnte die Polizei einer Pressemitteilung zufolge 2025 auch „eine positive Bilanz ziehen“: Hier ging die Gesamtzahl der Straftaten ebenfalls zurück, auf 39.731. Davon ausgenommen sind allerdings ausländerrechtliche Verstöße wie illegale Einreise oder illegaler Aufenthalt.
Die Zahl der angezeigten Vermögensdelikte sank mit 6.375 Fällen auf den niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre. Allerdings stieg die Zahl der hier enthaltenen Fälle von „Enkeltrick“-Betrug nach einem Rückgang 2024 wieder um rund 42 Prozent. Ferner nahm der Vermögensschaden bei sogenannten „Auslandstaten“, bei denen die Täter nicht in Deutschland agieren, aber ihre Ziele in Deutschland sind, erneut zu: von knapp 20 Millionen auf rund 29 Millionen Euro.
Die Aufklärungsquote in Niederbayern blieb mit rund 72 Prozent laut Polizei „auf einem konstant hohen Niveau“ und liegt deutlich über dem landesweiten Durchschnitt. Die Häufigkeitszahl als Indikator für die Kriminalitätsbelastung sei erneut rückläufig und zeige mit 3.155 den niedrigsten Wert in ganz Bayern.
Deutlich weniger Diebstähle in der Oberpfalz
Die Gesamtzahl der Straftaten in der Oberpfalz ist laut Pressemitteilung im Jahr 2025 ebenfalls gesunken – um rund 7 Prozent auf insgesamt 40.882 Delikte. Besonders erfreulich ist der Polizei zufolge der Anstieg der Aufklärungsquote, die hier mit 71,5 Prozent den zweithöchsten Wert der letzten zehn Jahre erreicht hat und deutlich über dem landesweiten Durchschnitt liegt.
Ein weiterer Erfolg wurde bei den Diebstahlsdelikten erzielt: Die Fahrraddiebstähle in der Oberpfalz gingen um rund 25 Prozent zurück, die Wohnungseinbrüche um 17 Prozent. Auch bei der Straßenkriminalität meldet die Polizei „einen erfreulichen Rückgang von 14,7 Prozent“. Andererseits gab es 2025 jedoch rund 8 Prozent mehr Sexualdelikte, insbesondere Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (plus 24 Prozent). Dieser Anstieg ist den Angaben zufolge aber „auch durch eine höhere Anzeigebereitschaft und intensivere Ermittlungen bedingt“.













