DFB-Pokal

Kompany und der „gute Druck“: Möchte noch mal nach Berlin

Im Kampf um Bundesliga-Punkte konnte Vincent Kompany erst ganz spät das Münchner 2:2 bejubeln.

Im Kampf um Bundesliga-Punkte konnte Vincent Kompany erst ganz spät das Münchner 2:2 bejubeln.

Von dpa

Trainer Vincent Kompany hat vor der kniffligen Pokal-Aufgabe mit dem FC Bayern München beim 1. FC Union Berlin einen klaren Rückkehr-Wunsch in die Hauptstadt formuliert. Das Achtelfinale am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) soll keinesfalls der letzte Berlin-Trip in dieser Fußballsaison sein. „Ich möchte natürlich wieder nach Berlin fahren nach diesem Spiel, ganz klar“, sagte Kompany mit Blick auf das Endspiel am 23. Mai im Berliner Olympiastadion.

Der Rekord-Pokalsieger stand zuletzt 2020 im Finale. Die Sehnsucht nach dem 21. Titelgewinn ist nach dem frühen Ausscheiden in den vergangenen Jahren extrem groß in München. „Aber ich kann uns nicht ins Finale reden“, betonte Kompany: „Man kann immer sagen, Finale, Finale, Finale. Aber es gehört Arbeit dazu und eine gewisse Einstellung. Und wenn wir gegen Union zeigen, wie hungrig wir sind auf das Finale, dann weiß ich, dass wir das erreichen können.“

Erst vor dreieinhalb Wochen trafen beide Teams in der Bundesliga im Stadion An der Alten Försterei aufeinander. Erst in der Nachspielzeit bewahrte Harry Kane die Münchner mit dem 2:2-Ausgleich vor einer Niederlage. „Nach dem Spiel braucht Vinnie den Finger nicht groß zu heben und warnen, was da auf uns zukommen wird“, sagte Sportvorstand Max Eberl zur Vorbereitung der Münchner Mannschaft durch Coach Kompany.

Der Belgier betonte den Reiz der K.o.-Spiele. „Es ist guter Druck“, sagte Kompany. Für ihn zählt alleine der Einzug ins Viertelfinale. „Wir möchten natürlich eine gute Leistung bringen. Aber letztendlich wollen wir siegen, ob das in den ersten 90 Minuten passiert oder den 30 Minuten danach“, sagte er mit Blick auf eine mögliche Verlängerung oder sogar ein Elfmeterschießen. „Wir sind vorbereitet auf alles.“

Pokalsperre vorbei: Nach seiner Roten Karte beim Achtelfinal-Aus gegen Bayer Leverkusen darf Manuel Neuer (2.vl) in Berlin wieder im Tor stehen.
Pokalsperre vorbei: Nach seiner Roten Karte beim Achtelfinal-Aus gegen Bayer Leverkusen darf Manuel Neuer (2.vl) in Berlin wieder im Tor stehen.
Pokalsperre vorbei: Nach seiner Roten Karte beim Achtelfinal-Aus gegen Bayer Leverkusen darf Manuel Neuer (2.vl) in Berlin wieder im Tor stehen.
Achtung Standards: Union-Verteidiger Danilho Doekhi war vor dreieinhalb Wochen zweimal nach ruhenden Bällen gegen die Bayern erfolgreich.
Achtung Standards: Union-Verteidiger Danilho Doekhi war vor dreieinhalb Wochen zweimal nach ruhenden Bällen gegen die Bayern erfolgreich.
Achtung Standards: Union-Verteidiger Danilho Doekhi war vor dreieinhalb Wochen zweimal nach ruhenden Bällen gegen die Bayern erfolgreich.

Ein erneuter Achtelfinal-K.o. wie im Vorjahr gegen Bayer Leverkusen (0:1), als Kapitän Manuel Neuer nach einer Notbremse mit Rot vom Platz flog, soll sich im wichtigsten Spiel des Jahresendspurts auf keinen Fall wiederholen.

Egal, wie! „Wir möchten natürlich eine gute Leistung bringen“, sagte Kompany. „Aber letztendlich wollen wir siegen, ob das in den ersten 90 Minuten passiert oder den 30 Minuten danach“, sagte der 39-Jährige mit Blick auf eine mögliche Verlängerung oder gar ein Elfmeterschießen. „Wir sind vorbereitet auf alles.“

Der zuletzt fehlerhafte Kapitän Neuer feiert gegen Union übrigens sein Pokal-Comeback. Die Zwei-Spiele-Sperre des 39-Jährigen ist verbüßt. Jonas Urbig, der Neuer bei den Auswärtssiegen gegen Wehen Wiesbaden (3:2) und gegen seinen Ex-Club 1. FC Köln (4:1) jeweils erfolgreich vertreten hatte, muss wieder auf die Bank. Kompany erhob den 22-Jährigen nicht zu seinem Pokal-Torwart.

Kompany spürt die besondere Pokal-Verpflichtung in dieser Saison. „Aber ich kann uns nicht ins Finale reden“, betonte er: „Man kann immer sagen, Finale, Finale, Finale. Aber es gehört Arbeit dazu und eine gewisse Einstellung. Wenn wir gegen Union zeigen, wie hungrig wir sind auf das Finale, dann weiß ich, dass wir das erreichen können.“

Die national in dieser Saison noch ungeschlagenen Münchner wissen freilich, was sie im Osten Berlins erwartet. Erst vor dreieinhalb Wochen trafen beide Teams in der Bundesliga aufeinander. Und erst in der Nachspielzeit bewahrte Harry Kane die Münchner mit seinem Treffer zum 2:2 vor der Niederlage.

„Nach dem Spiel braucht Vinnie den Finger nicht groß zu heben und zu warnen, was da auf uns zukommen wird“, sagte Sportvorstand Max Eberl. Haben die Bayern ihre Lehren gezogen? „Pokal ist immer ekelhaft zu spielen“, meinte der junge Tom Bischof: „Aber ich denke, da werden wir den Sieg einfahren.“

Dafür müssen Neuer, Kane und Kollegen freilich einiges besser machen als zuletzt. In den vergangenen vier Partien gerieten die Bayern jeweils in Rückstand. „Es ist ein Fokus, dass wir ab der ersten Minute das Beste bringen“, mahnte Kompany.

Beide Union-Tore offenbarten vor dreieinhalb Wochen eine aktuelle Bayern-Schwäche. Danilho Doekhi traf jeweils nach Standards. „Union ist eine körperlich starke, große Mannschaft“, sagte Kompany wertschätzend.

„Es ist guter Druck“, sagte der Bayern-Coach zum Alles-oder-nichts-Spiel. „Irgendwann später in der Saison wollen wir noch mal diesen Druck spüren. Und der Druck kann gerne noch mal größer werden. Wir wollen diese Spiele.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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