Mann in U-Haft

Kinderheim-Mitarbeiter soll Jungen missbraucht haben

Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt gegen einen Kinderheim-Mitarbeiter, der einen Jungen sexuell missbraucht haben soll. (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt gegen einen Kinderheim-Mitarbeiter, der einen Jungen sexuell missbraucht haben soll. (Symbolbild)

Von dpa

Ein leitender Mitarbeiter eines Kinderheims in Wunsiedel soll einen Jungen mehrfach schwer sexuell missbraucht haben - deshalb sitzt der Mann nun in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Hof und die Polizei mitteilten. Nach ersten Erkenntnissen sollen sich die mutmaßlichen Taten nicht im Kinderheim abgespielt haben, sondern am Wohnort des Mannes in Hof.

Das Anwesen des Verdächtigen wurde durchsucht, dabei fand die Polizei nach eigenen Angaben auch Beweismittel. Bis zur rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Das Kinderheim im oberfränkischen Wunsiedel war 2023 Schauplatz eines Verbrechens: Ein damals zehn Jahre altes Mädchen war dort sexuell missbraucht und getötet worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es zwischen dieser Tat und dem aktuellen Fall keinen Zusammenhang, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hof.

Das neun Jahre alte mutmaßliche Opfer war bis 2024 in dem Kinderheim in Wunsiedel untergebracht. (Symbolbild)

Das neun Jahre alte mutmaßliche Opfer war bis 2024 in dem Kinderheim in Wunsiedel untergebracht. (Symbolbild)

Die Mutter des neun Jahre alten Buben erstattete im Herbst 2025 Anzeige gegen den Tatverdächtigen. Der Verdächtige war den Angaben zufolge in leitender Position im Kinderheim beschäftigt. Die mutmaßlichen Missbrauchstaten soll er zwischen 2023 und 2025 begangen haben. Der Junge selbst befand sich bis September 2024 in dem Wunsiedler Kinderheim. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll es danach noch Privatkontakte zu dem Verdächtigen gegeben haben. Weitere Angaben machten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht. Ein Ermittlungsrichter hatte am Mittwoch den Haftbefehl erlassen.

Der Träger des Heims, die katholische Jugendfürsorge im Bistum Regensburg, teilte mit, man habe den Mitarbeiter im Dezember 2025 vom Dienst freigestellt. Man habe zudem die zuständigen Heimaufsichten und Jugendämter informiert. Es gelte die Unschuldsvermutung. Man verhalte sich im laufenden Verfahren neutral und kooperativ, werde aber öffentlich keine weiteren Angaben machen, hieß es weiter. Man sorge für „stabile Rahmenbedingungen in der Einrichtung, für die Kinder, Jugendlichen und Fachkräfte“. Nach Angaben auf der Internet-Seite der Wunsiedler Einrichtung leben dort knapp 90 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene; beschäftigt sind etwa 80 Fachkräfte.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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