Traum von der Profikarriere

Kicken, hoffen, träumen - deutsche Fußballer leben US-Weg

Von links: Linus, Fynn und Noah vor ihrer Studenten-WG in Winston-Salem.

Von links: Linus, Fynn und Noah vor ihrer Studenten-WG in Winston-Salem.

Von dpa

Die einen sind schon Fußballstars, die anderen wollen es noch werden. Im beschaulichen US-Örtchen Winston-Salem gastieren neben den DFB-Kickern auch drei deutsche Collegespieler mit großen Ambitionen: Linus Musielak (22) aus Dortmund, Fynn Meves (23) aus Bielefeld und Noah Vasilev (23) aus Würzburg träumen von einer Profikarriere - und halten sich deshalb während der Sommermonate beim örtlichen Viertligist Salem City FC fit.

„Es war schon immer mein Traum, professionell zu spielen, und ich habe es für mich als zweite Chance entdeckt, das hier in den USA auf dem zweiten Weg zu erreichen“, erzählt Flügelstürmer Musielak der dpa.

Der Hochschulsport in den USA unterscheidet sich fundamental vom deutschen System. Wer in einer Sportart wie Basketball oder Football herausragt, wird von seiner Universität gefördert und hat gute Chancen, bei Spielen entdeckt und von einem Proficlub unter Vertrag genommen zu werden. Im Sommer ruht der Collage-Sport allerdings. Die Lösung, auch für viele Fußballer, ist die Stippvisite bei unterklassigen Vereinen.

Linus Musielak schießt sich in Winston-Salem warm für die erhoffte Profikarriere.
Linus Musielak schießt sich in Winston-Salem warm für die erhoffte Profikarriere.
Linus Musielak schießt sich in Winston-Salem warm für die erhoffte Profikarriere.
In der vierten Liga spielen die deutschen Kicker oft auf Footballfeldern.
In der vierten Liga spielen die deutschen Kicker oft auf Footballfeldern.
In der vierten Liga spielen die deutschen Kicker oft auf Footballfeldern.
Nico Schlotterbeck (r) trifft im WM-Quartier auf die deutschen Nachwuchskicker.
Nico Schlotterbeck (r) trifft im WM-Quartier auf die deutschen Nachwuchskicker.
Nico Schlotterbeck (r) trifft im WM-Quartier auf die deutschen Nachwuchskicker.

Linus Musielak, Fynn Meves und Noah Vasilev, die normalerweise in Boston und Chicago studieren, haben sich für Winston-Salem in North Carolina entschieden, auch „damit wir die deutsche Nationalmannschaft treffen können“, berichtet Meves.

Und das hat geklappt: Auf dem Weg zum Training und zur Pressekonferenz an der Wake Forest University konnte das deutsche Nachwuchs-Trio schon mit Nico Schlotterbeck, Felix Nmecha oder Deniz Undav plaudern. In einem Café im Ort trafen sie zufällig auf Joshua Kimmich und Oliver Baumann.

„Die haben uns auch ein bisschen ausgefragt und uns eigentlich mehr gefragt als wir sie, was eigentlich echt ganz lustig und cool für uns war“, erinnert sich Vasilev.

In Winston-Salem wohnen die Studenten mit fünf weiteren Spielern in einem Haus, zweimal in der Woche kauft die „Vereinsmama“ für sie ein. Unterkunft und Verpflegung stellt der Verein, bezahlt werden die Nachwuchskicker aber nicht.

Im August geht es wieder zurück an die Uni. Dort lebt der Traum von der Karriere weiter. Wenn das nicht klappt, haben die Spieler immerhin einen Abschluss an einer angesehenen amerikanischen Hochschule in der Tasche.

„Ich hätte das auch bei mir selbst sehr interessant gefunden, wenn es nicht funktioniert hätte mit der Profikarriere“, erklärte DFB-Kapitän Kimmich auf einer Pressekonferenz. „Es ist sehr spannend, in einem fremden Land und in einer fremden Kultur gewisse Dinge mitzunehmen.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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