Literatur im Welterbe
Ingo Schulze wird Poetikprofessor in Bamberg

Jan Woitas/dpa
Der Schriftsteller Ingo Schulze kommt 2026 als Poetikprofessor nach Bamberg – im Gepäck hat der 1962 Geborene auch sein neuestes Werk. (Archivbild)
Der Schriftsteller und Essayist Ingo Schulze übernimmt im Sommersemester 2026 die 39. Bamberger Poetikprofessur. Das teilten die Universität und die Stadt Bamberg mit. Der 63-Jährige wird damit Nachfolger prominenter Gäste wie Jenny Erpenbeck oder zuletzt Alina Bronsky. Die Professur gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen ihrer Art im deutschsprachigen Raum.
Schulze, gebürtiger Dresdner, hatte nach seinem Studium in Jena zunächst als Dramaturg und Journalist gearbeitet. Nach seinem Romandebüt „33 Augenblicke des Glücks“ im Jahr 1995 wurde er rasch eine der wichtigen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartliteratur. Es folgten weitere Romane (etwa „Simple Storys“), zahlreiche Erzählungen, Kinderbücher sowie Essays Schulze amtiert seit 2023 als Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Für seinen Besuch in der Welterbestadt hat Schulze ein besonderes Highlight im Gepäck: Am 6. Mai will er im ETA Hoffmann Theater seinen neuen Roman „Das Wasser im August“ vorstellen, der im Sommer erscheinen soll, wie es hieß.
Der 63-Jährige, der unter anderem schon mit dem Bertolt-Brecht-Preis und dem aspekte-Literaturpreis geehrt wurde, wird während seines Aufenthalts nicht nur lesen, sondern sich auch dem wissenschaftlichen Diskurs über sein Werk stellen.








