Bäume bringen Geld
Gewinnsprung in den Bayerischen Staatsforsten
Die Bayerischen Staatsforsten mit Sitz in Regensburg haben dank hoher Holzpreise und niedriger Schäden den höchsten Gewinn seit zehn Jahren erzielt. Der Jahresüberschuss im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2025/26 ist im Vergleich zum Vorjahr um fast zwei Drittel auf 71,7 Millionen Euro gestiegen. „Hier können wir ja voller Stolz sagen, dass wir wieder auf ein Rekordjahr zurückblicken können“, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 536 Millionen Euro zu.
Das gute wirtschaftliche Ergebnis bedeutet allerdings keineswegs, dass die Staatsforsten sorgenfrei in die Zukunft blicken. Die monatelange Trockenheit und die Hitzewellen des Sommers haben den Bäumen stark zugesetzt. Für die Bäume bedeute das extremer Trockenstress, sagte der für den Waldbau zuständige Vorstand Rudolf Plochmann.
Das bedeutet demnach unter anderem erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge und Parasiten oder auch mögliche Schäden in den Kronen, sollten die Bäume im nächsten Jahr weniger austreiben. „Momentan ist die größte Herausforderung unserer Wälder nicht mehr der Borkenkäfer, sondern vor allen Dingen diese Trockenheit“, sagte Plochmann.
Die Staatsforsten sind mit 8.000 Quadratkilometern Fläche größter Waldbesitzer in Deutschland. Eine Folge des Klimawandels ist, dass Förster des Unternehmens vermehrt Laubbäume anpflanzen und mit neuen Baumarten experimentieren. „Laubbäume brennen nicht so schnell wie Nadelbäume“, sagte Plochmann.









