Fastnacht

Gaudiwürmer in den Städten - Fasching auf der Zielgeraden

Jährlich zieht es tausende Zuschauer zu den Faschingsumzügen nach Franken. (Archivbild)

Jährlich zieht es tausende Zuschauer zu den Faschingsumzügen nach Franken. (Archivbild)

Von dpa

Der Straßenfasching erreicht heute mit Umzügen in vielen Städten wie Würzburg, Coburg, Nürnberg und München seinen Höhepunkt. Hunderttausende Narren werden an den Strecken erwartet.

Eines der größten Spektakel ist traditionell der Würzburger Faschingszug (11.55 Uhr) - er findet heuer zum 70. Mal statt. Angemeldet haben sich nach Angaben der 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg 133 Gruppen. Zugmarschall Michael Zinnhobel rechnet mit 70.000 bis 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.

In Nürnberg (13.00 Uhr) werden die Karnevalsgesellschaften wieder „Nämberch Ahaaaaaa“ von den Wagen plärren und eine große Menge an Kamelle den Zuschauern entgegenschleudern. Auch in Bayreuth ist ein Straßenumzug angemeldet, ebenso in schwäbischen Dörfern und Städten wie Lauingen an der Donau.

Im vergangenen Jahr hatten einige Veranstalter etwa in München die Umzüge nach einem Anschlag auf eine Demonstration in der Landeshauptstadt abgesagt, bei der eine Mutter und ihre zweijährige Tochter starben und 37 weitere Menschen verletzt wurden.

Auch in Aschaffenburg gab es keinen Fastnachtszug - aus Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer einer tödlichen Messerattacke in einem städtischen Park am 22. Januar 2025.

Am Rosenmontag lädt Nürnberg traditionell zu einem Faschingszug für Kinder. Krippen, Kindergärten, Horte, Freizeiteinrichtungen, Faschings- und Sportvereine, Schulklassen, Musikschulen und Ähnliches dürfen sich dafür anmelden.

Im vergangenen Jahr fand der Zug nicht statt. Islamisten hatten in sozialen Netzwerken zu Anschlägen an verschiedenen Zielen in Deutschland und auch in Nürnberg aufgerufen - das hatte das Sicherheitsgefühl der Beteiligten so stark beeinflusst, dass auf das Spektakel verzichtet wurde.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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