Zeckenstich

FSME-Risikogebiet Bayern - Wieso eine Impfung wichtig ist

Bis auf die Stadt Schweinfurt bleibt ganz Bayern nach einer neuen Karte des Robert Koch-Instituts FSME-Risikogebiet. (Symbolbild)

Bis auf die Stadt Schweinfurt bleibt ganz Bayern nach einer neuen Karte des Robert Koch-Instituts FSME-Risikogebiet. (Symbolbild)

Von dpa

Fast ganz Bayern bleibt FSME-Risikogebiet. Das geht nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums aus einer neuen Risiko-Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Deutschland hervor. Einzige Ausnahme sei die Stadt Schweinfurt in Unterfranken.

Die häufigsten Krankheiten, die Zecken übertragen können, sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Borreliose kommt praktisch überall vor, wo Zecken verbreitet sind. FSME ist dagegen überwiegend auf bestimmte Risikogebiete beschränkt.

Diese liegen dem RKI zufolge vor allem in Bayern, Baden-Würt­temberg, Süd­hessen, im süd­östlichen Thüringen, in Sachsen, im süd­östlichen Branden­burg und im östlichen Sachsen-An­halt. Einzelne Risiko­gebiete befinden sich zudem in Mittel­hessen, im Saar­land, in Rhein­land-Pfalz, in Nieder­sachsen und in Nord­rhein-West­falen.

Die Fachleute empfehlen eine FSME-Impfung für alle Menschen, die in Bayern leben oder Urlaub machen. (Symbolbild).

Die Fachleute empfehlen eine FSME-Impfung für alle Menschen, die in Bayern leben oder Urlaub machen. (Symbolbild).

„Das FSME-Virus kann schwere Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten verursachen“, teilte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) mit. Im vergangenen Jahr seien in Bayern 282 FSME-Erkrankungen gemeldet worden und damit etwas weniger als im Jahr zuvor mit 312. Dies sei aber der zweithöchste Wert seit Einführung der Meldepflicht. Deshalb sei ein vollständiger Impfschutz so wichtig.

FSME-Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission für alle Menschen, die in Bayern leben oder Urlaub machen. Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen notwendig.

„Die Impfquoten in Bayern sind insgesamt noch zu niedrig“, erklärte Gerlach. Demnach ist nur rund ein Fünftel der Erwachsenen vollständig geimpft. Bei Grundschulkindern waren es bei der Einschulungsuntersuchung zum Schuljahr 2023/24 etwa 40 Prozent.

Ein Zeckenstich kann außerdem eine Borreliose-Infektion hervorrufen, eine bakterielle Infektion. Diese kann mit Antibiotika gut behandelt werden, eine Impfung gibt es nicht. Erstes Symptom einer Borreliose ist oft eine größer werdende Rötung um die Einstichstelle herum, später können Nerven, Gelenke und Herz von den Bakterien befallen werden.

Rund 5.500 Fälle von Borreliose wurden dem Ministerium zufolge im vergangenen Jahr in Bayern gemeldet und damit deutlich mehr als 2024 mit knapp 4.100 Fällen. Ein guter Schutz gegen eine Infektion sei, sich nach dem Aufenthalt draußen gründlich abzusuchen und eine Zecke so schnell wie möglich zu entfernen: Denn je länger sie saugt, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung der Infektion.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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