Feiertag in Bayern

Fronleichnam: Pracht und Tradition trotz Kirchenkrise

Die Prozession zieht vom Domberg in die Innenstadt. (Archivbild)

Die Prozession zieht vom Domberg in die Innenstadt. (Archivbild)

Von dpa

Weihrauch, Ministrantinnen und Ministranten, Heiligenfiguren, Fahnen, jede Menge Blumen - an Fronleichnam am kommenden Donnerstag (4. Juni) bietet die katholische Kirche viel auf, damit die Prozessionen besonders festlich werden und an den barocken Glanz früherer Tage erinnern.

Denn eigentlich steht die Kirche unter Druck: Mitgliederschwund, Reformdebatten, Personalnot. Doch ihre Prachtentfaltung, ihre Liturgie, ihre Rituale erzeugt immer noch eine große Faszination. Fronleichnam ist in Bayern gesetzlicher Feiertag.

Katholikinnen und Katholiken verlassen bewusst ihre Gotteshäuser. Im Zentrum der Prozession steht die Monstranz - ein kostbares Schaugefäß mit einer Hostie. Gefeiert wird an Fronleichnam offiziell das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ - und das bereits seit dem 13. Jahrhundert. Papst Urban IV. machte Fronleichnam 1264 zum offiziellen Fest. Die erste Prozession im heutigen Bayern dürfte es 1286 in Benediktbeuern gegeben haben.

Die Prozession durch Bamberg wird von vielen Zuschauern begleitet. (Archivbild)
Die Prozession durch Bamberg wird von vielen Zuschauern begleitet. (Archivbild)
Die Prozession durch Bamberg wird von vielen Zuschauern begleitet. (Archivbild)
Die katholische Kirche entfaltet Prunk und Pracht an Fronleichnam. (Archivbild)
Die katholische Kirche entfaltet Prunk und Pracht an Fronleichnam. (Archivbild)
Die katholische Kirche entfaltet Prunk und Pracht an Fronleichnam. (Archivbild)
Das Domkreuz ist bei der Bamberger Prozession dabei. (Archivbild)
Das Domkreuz ist bei der Bamberger Prozession dabei. (Archivbild)
Das Domkreuz ist bei der Bamberger Prozession dabei. (Archivbild)
Fronleichnam ist offizieller Feiertag in Bayern. (Archivbild)
Fronleichnam ist offizieller Feiertag in Bayern. (Archivbild)
Fronleichnam ist offizieller Feiertag in Bayern. (Archivbild)
An Fronleichnam wird es auch in München eine große Prozession durch die Innenstadt geben. (Archivbild)
An Fronleichnam wird es auch in München eine große Prozession durch die Innenstadt geben. (Archivbild)
An Fronleichnam wird es auch in München eine große Prozession durch die Innenstadt geben. (Archivbild)
Die evangelische Kirche St. Sebald in Nürnberg ist Gastgeber für die Katholiken der Stadt an Fronleichnam. (Archivbild)
Die evangelische Kirche St. Sebald in Nürnberg ist Gastgeber für die Katholiken der Stadt an Fronleichnam. (Archivbild)
Die evangelische Kirche St. Sebald in Nürnberg ist Gastgeber für die Katholiken der Stadt an Fronleichnam. (Archivbild)

Eine sehr lange Tradition hat auch die Fronleichnamsprozession in Bamberg, sie geht auf das Jahr 1390 zurück. Mitgetragen wird bei der Prozession auch das Domkreuz, ein 600 Kilogramm schweres reich verziertes Reliquienkreuz, sowie weitere Figuren und Statuen. Allein für das Domkreuz sind 18 Träger notwendig.

In München zieht die Prozession traditionell durch die Innenstadt. Zuvor wird der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, einen Gottesdienst auf dem Marienplatz feiern.

In Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg gibt es erneut ein ungewöhnliches Fronleichnamsfest - und zwar startet der Feiertag für die Gläubigen in der Innenstadt in einer evangelischen Kirche: St. Sebald öffnet für die katholischen Gemeinden, damit Stadtdekan Andreas Lurz dort einen Gottesdienst leiten kann. Die Prozession führt dann zur katholischen Frauenkirche, wie die Stadtkirche mitteilte.

Nach Einführung der Reformation in Nürnberg 1525 war die Stadt lange eine durch und durch protestantische Stadt. Inzwischen sind mehr als die Hälfte der Einwohner keine Mitglieder der beiden großen christlichen Kirchen mehr. Es gibt noch etwas mehr Protestanten als Katholiken in Nürnberg.

In München sind nach Angaben der Stadt zum 31. Dezember 2025 22,8 Prozent der Stadtbevölkerung Mitglieder der katholischen Kirche gewesen, 8,3 Prozent waren evangelisch.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.