Kampf gegen Antisemitismus

Fördermittelaffäre: CDU und SPD zeigen auf Kulturverwaltung

Der Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln war vom Berliner Abgeordnetenhaus im Dezember 2025 eingesetzt worden. (Archivbild)

Der Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln war vom Berliner Abgeordnetenhaus im Dezember 2025 eingesetzt worden. (Archivbild)

Von dpa

Der Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zur sogenannten Fördermittelaffäre hat nach Einschätzung der Koalitionsfraktionen CDU und SPD große Defizite und Rechtsverstöße in der Kulturverwaltung offengelegt. Den Vorwurf der Opposition, wonach namentlich CDU-Abgeordnete in unzulässiger Weise Einfluss auf die Vergabe von Fördermitteln an Projekte gegen Antisemitismus genommen hätten, sehen CDU und SPD indes nicht bestätigt.

„Wir haben festgestellt, dass es ein rechtswidriges Verwaltungshandeln gab“, bilanzierte der Sprecher der CDU-Fraktion in dem Gremium, Stephan Lenz, die nahezu beendete Ausschussarbeit. Bei der Vergabe von Fördermitteln an Projekte gegen Antisemitismus seien Förderentscheidungen getroffen worden, die nicht konform mit der Landeshaushaltsordnung gewesen seien. „Also die Politik wollte Handlungsfähigkeit zeigen, und am Ende ist das misslungen.“

Als politisch Verantwortliche benannten Lenz und sein SPD-Kollege Matthias Kollatz die im April zurückgetretene Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) und ihren Vorgänger Joe Chialo (CDU). Erstere hatte die Fördermittelbescheide kurz nach Amtsübernahme im Mai 2025 unterzeichnet. Die Fördermittel seien von ihrem Vorgänger Chialo bereits zugesagt gewesen, hatte sie im Ausschuss gesagt.

Der Untersuchungsausschuss war auf Antrag von Grünen und Linken im Dezember 2025 eingesetzt worden. Der Abschlussbericht ist noch nicht endgültig fertig und soll voraussichtlich am 27. August im Abgeordnetenhaus diskutiert werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.