Robotik und KI

„Fitnessstudio“ für Roboter am Münchner Flughafen eröffnet

Ein Roboter im RoboGym.

Ein Roboter im RoboGym.

Wahl-O-Mat
Von dpa

Am Münchner Flughafen haben die Technische Universität und der schwäbische Roboterhersteller Neura Robotics ein Trainingslager für Roboter eröffnet. Im „RoboGym“ - wörtlich übersetzt Robo-Fitnesstudio - soll dazu geforscht werden, wie Roboter Aufgaben schneller erlernen und zuverlässiger ausführen können, wie Neura mitteilt. Dazu bringe man KI-Forschung und industrielle Anwendungen zusammen.

Das Training läuft bereits seit September. Die beteiligten Unternehmen stammen dabei aus verschiedensten Branchen - darunter Automobil, Pharma, Medizintechnik, Verpackung, Logistik, Landwirtschaft und Pflege. Die Aufgaben reichen dabei vom Kartonhandling über das Befüllen von Flaschen bis zum Be- und Entladen von Holzbauteilen. Eingesetzt werden dabei verschiedene Roboterkonzepte: humanoide Roboter mit Beinen und Armen, mobile Assistenzroboter oder auch Roboterarme.

Nicht alle Roboter haben menschliche Proportionen.
Nicht alle Roboter haben menschliche Proportionen.
Nicht alle Roboter haben menschliche Proportionen.
Neura-Chef David Reger sieht im RoboGym «ein Kraftwerk für physische Fähigkeiten».
Neura-Chef David Reger sieht im RoboGym «ein Kraftwerk für physische Fähigkeiten».
Neura-Chef David Reger sieht im RoboGym «ein Kraftwerk für physische Fähigkeiten».

Die Roboter brauchen Daten

Physische KI - also KI-gesteuerte Roboter - brauchten Daten, darüber, wie sich Gegenstände, Materialien und Kräfte in der realen Welt verhielten, heißt es von Neura. Dafür verbinde das RoboGym drei Ansätze: reale Roboterdaten, menschliche Demonstrationen und Simulationen.

Das RoboGym soll Forschenden, Studierenden und Unternehmen Zugang zu einer gemeinsamen Forschungs- und Trainingsinfrastruktur geben. Neura bringt dazu die Robotik, technische Infrastruktur, Rechenleistung und Personal ein. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll rund 17 Millionen Euro kosten, 11 Millionen kommen dabei von Neura.

TU-Präsident Thomas Hofmann lobt das RoboGym als „einzigartig in Deutschland und Europa“. Durch die Zusammenarbeit mit einem Roboterhersteller aus Deutschland setze man in „geopolitisch unsicheren Zeiten ein klares Zeichen für den Industriestandort Deutschland“.

Weitere Gyms geplant

Die Einrichtung ist allerdings nur die erste in einer ganzen Reihe. Neura plant weitere in Europa, den USA und China. In Deutschland soll ein weiteres zusammen mit der RWTH Aachen entstehen.

Auch Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) lobt die neue Einrichtung. „Die TUM gehört zur internationalen Spitze der Robotikforschung und Neura Robotics ist einer der spannendsten Aufsteiger der Robotik-Branche - eine Branche, die gerade die Welt verändert. Am Lab Campus kommen sie nun zusammen.“ Neura habe sich „bewusst für Bayern und die TUM entschieden“, betont Blume. „Das zeigt die Stärke unseres Ökosystems. Wir haben hier kritische Masse, soviel Talent und Technologie, wie nur wenige andere Standorte in Europa.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Autoren des Artikels folgen

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.