Kräftig abkassiert?

Elf Millionen Euro Schmiergeld vermutet - Mann in U-Haft

Bundespolizei am Münchner Flughafen (Archivbild).

Bundespolizei am Münchner Flughafen (Archivbild).

Von dpa

Weil er Schmiergelder in Höhe von rund elf Millionen Euro kassiert haben soll, sitzt ein Mitarbeiter eines Unternehmens aus dem Bergischen Land in Untersuchungshaft.

Polizisten nahmen den 52-Jährigen bei der Einreise aus Schanghai am Flughafen München fest. Dem Beschuldigten werden Untreue und besonders schwere Fälle der Bestechlichkeit vorgeworfen, teilte die Bundespolizei mit.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wuppertal wird dem Mann im Details vorgeworfen, von Lieferanten Schmiergelder angenommen zu haben. Er sei für das China-Geschäft des Unternehmens in leitender Funktion zuständig.

Nach der Festnahme habe der Beschuldigte die Taten bestritten. Der Mann sitze aufgrund eines Untersuchungshaftbefehls zunächst in der Justizvollzugsanstalt Landshut. Er werde aber nach NRW überführt.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen einen Firmenmitarbeiter, der elf Millionen Euro Schmiergeld kassiert haben soll. (Archivbild)

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen einen Firmenmitarbeiter, der elf Millionen Euro Schmiergeld kassiert haben soll. (Archivbild)

Die Ermittler vermuten, dass er zumindest einen Teil der Schmiergelder in Wertgegenstände angelegt habe. Bei der Festnahme am Flughafen in München seien Schlüssel zu einem Einfamilienhaus in Bremen sichergestellt worden.

Bei der Hausdurchsuchung in Bremen seien Vermögenswerte in erheblicher Größenordnung entdeckt worden. Darunter befinde sich Wein mit einem zum Teil vierstelligen Stückpreis, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Zuvor hatte er sich im Gespräch des WDR zu der Durchsuchung geäußert.

In dem Bremer Haus seien auch Kunstwerke entdeckt worden, deren Wert schwer einzuschätzen sei. Baumert geht davon aus, dass hier insgesamt Werte in Größenordnung von mindestens mehreren 100.000 Euro vorliegen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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