Zweite Stammstrecke

„Donna Maria“ verschwindet für ein Jahr unter der Erde

«Donna Maria» ist gestartet: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer.

«Donna Maria» ist gestartet: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer.

Von dpa

Die Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ hat im Westen Münchens damit begonnen, den ersten Erkundungs- und Rettungsstollen der zweiten Stammstrecke zu bohren. Über eine Strecke von rund drei Kilometern und in bis zu 40 Metern Tiefe wird sich die Maschine in den kommenden Monaten vom westlichen Tunnelportal in der Nähe der Donnersbergerbrücke durch die Innenstadt bis zum Marienhof durchgraben, wie die Bahn mitteilte.

Es geht dabei allerdings nicht um eine der Röhren, durch die in den späten 2030er Jahren einmal S-Bahnen fahren sollen. Die neue Tunnelroute, die zwischen Laim und Ostbahnhof entsteht, soll einmal die vielbefahrene und störanfällige erste Stammstrecke entlasten.

Verkehrsminister Bernreiter: Tunnelanstich ist „Meilenstein“

«Donna Maria» ist gestartet: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer.

«Donna Maria» ist gestartet: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer.

„Die 2. Stammstrecke schafft Platz für zusätzliche Züge und entlastet das bestehende System - mit spürbaren Verbesserungen für die Fahrgäste und positiven Auswirkungen auf weite Teile Bayerns“, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Er sprach von einem „Meilenstein“.

Mit dem ersten maschinellen Tunnelvortrieb schaffe man nun auch die Grundlage für die nächsten großen Tunnelbauetappen, erklärte Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand bei der DB InfraGO AG. Der Fortschritt werde ab jetzt Meter für Meter sichtbar.

150.000 Tonnen Aushubmaterial

Die 178 Meter lange und 700 Tonnen schwere Maschine mit einem Bohrkopfdurchmesser von rund fünf Metern werde sich ungefähr ein Jahr durch die Erde arbeiten. Im Schnitt schaffe sie rund acht Meter am Tag, teilte ein Bahnsprecher mit.

Bei den Bohrarbeiten sollen rund 150.000 Tonnen Aushubmaterial etwa an Erde und Gestein anfallen, das dann mit Lkw und auf Schienen an bis zu zwanzig verschiedene Deponien verteilt würde, hieß es weiter.

Bis zu acht Menschen an Bord

Der Stollen, der dabei zwischen den beiden künftigen S-Bahn-Tunnelröhren entsteht, soll einmal als Rettungsweg dienen. Direkt an Bord der „Donna Maria“ werden nach Bahnangaben bis zu acht Menschen arbeiten.

Beim Bau der zweiten Stammstrecke werden laut Bahn insgesamt sechs Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz kommen. Ab 2028 sollen dann nach „Donna Maria“ größere Maschinen für die beiden S-Bahn-Verkehrstunnel anrücken.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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