Münchner Stammstrecke

„Donna Maria“ verschwindet für ein Jahr unter der Erde

«Donna Maria»: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer. (Archivbild)

«Donna Maria»: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer. (Archivbild)

Von dpa

Die Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ wird am Nachmittag im Westen Münchens damit beginnen, den ersten Erkundungs- und Rettungsstollen der zweiten Stammstrecke zu bohren. Dabei geht es nicht um eine der Röhren, durch die in den späten 2030er Jahren dann S-Bahnen fahren sollen. Die neue Tunnelroute zwischen Laim und Ostbahnhof soll einmal die vielbefahrene und störanfällige erste Stammstrecke entlasten.

Über eine Strecke von rund drei Kilometern und in bis zu 40 Metern Tiefe wird sich die Maschine vom westlichen Tunnelportal in der Nähe der Donnersbergerbrücke durch die Innenstadt bis zum Marienhof durchgraben, wie ein Bahnsprecher mitteilte.

150.000 Tonnen Aushubmaterial

«Donna Maria»: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer. (Archivbild)

«Donna Maria»: Die Tunnelbohrmaschine ist 178 Meter lang und 700 Tonnen schwer. (Archivbild)

Die 178 Meter lange und 700 Tonnen schwere Maschine mit einem Bohrkopfdurchmesser von rund fünf Metern werde sich ungefähr ein Jahr durch die Erde arbeiten, im Schnitt schaffe sie rund acht Meter am Tag.

Bei den Bohrarbeiten sollen rund 150.000 Tonnen Aushubmaterial etwa an Erde und Gestein anfallen, das dann mit Lkw und auf Schienen an zwanzig verschiedene Deponien verteilt würde, erklärte der Bahnsprecher.

Bis zu acht Menschen an Bord

Der Stollen, der dabei zwischen den beiden künftigen S-Bahn-Tunnelröhren entsteht, soll einmal als Rettungsweg dienen. Direkt an Bord der „Donna Maria“ werden nach Bahnangaben bis zu acht Menschen arbeiten.

Für die zweite Stammstrecke sollen laut Bahn insgesamt sechs Tunnelröhren entstehen: jeweils zwei Verkehrstunnel aus Westen und Osten in Richtung Innenstadt sowie zwei Erkundungs- und Rettungstunnel.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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