Nationalmannschaft
Das sagt Bundestrainer Klopp über Kimmich und Füllkrug

Federico Gambarini/dpa
Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich (links) und Bundestrainer Jürgen Klopp. (Archivbild)

Nach den jüngsten Debatten um Joshua Kimmich hat Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp betont, dass der Bayern-Profi ein fester Bestandteil der Nationalmannschaft sei. „Jo Kimmich ist ein überragender Mittelfeldspieler, der in diesem Team immer einen Platz haben wird, also in unserem Team immer einen Platz haben wird“, sagte der Auswahlcoach in der Halbzeitpause des Münchner Champions-League-Spiels gegen den FC Arsenal bei DAZN.
Ex-Profi Oliver Kahn hatten zuletzt gemeint, dass Kimmich im DFB-Team nicht mehr unbedingt einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld habe. Klopps Plädoyer für Kimmich war eine Reaktion auf die Frage von TV-Experte Michael Ballack, wie er das Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof gegen Arsenal bewerte. „Das sind Top-Partner, die können überragend zusammenspielen“, antwortete Klopp und ergänzte prompt in Hinblick auf eine mögliche Aufstellung in seiner Nationalmannschaft: „Aber das heißt nicht, dass es nicht auch mit Jo Kimmich funktioniert und mit Felix Nmecha oder mit Mika Bauer oder mit Yannik Engelhardt. Die haben das auch richtig gut gemacht.“
Kurze Klopp-Schelte: Thema „pietätlos“
Kimmich fehlte gegen die Gunners wegen eines Trauerfalls in der Familie. An so einem Tag nach Pavlovic und Bischof gefragt zu werden, störte den Bundestrainer. Er finde es „absolut pietätlos, wenn wir da jetzt drüber reden, weil wir können das ja nicht machen, und dann anschließend wird ein Kimmich-Thema draus gemacht“, sagte er. „Und Jo hat heute ganz andere Themen.“
Daneben wurde Klopp zu seinen Ideen für den DFB-Angriff gefragt und ob er konkret Nicolò Tresoldi von Club Brügge und den Werder-Routinier Niclas Füllkrug beobachte. „Wir gucken ja alle, wir sind ja nicht doof“, sagte Klopp. „Wir gucken Brügge zu und natürlich gucken wir Bremen zu.“ Bei Tresoldi, der sich noch nicht zwischen Italien und Deutschland entschieden hat, sieht der Bundestrainer „ganz viel Entwicklungspotenzial“.
Klopps Andeutung in Richtung Füllkrug
„Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, räumte Klopp ein. Auf die Nachfrage, ob der Bremer deshalb nicht mehr in das Team passe, antwortete der Trainer: „Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch. Langfristig, ja, also da müssen wir jetzt mal sehen...“.








