Ausrüstung der Streitkräfte
Knapp 200 neue Leopard-Panzer für die Bundeswehr
Die Bundeswehr erhält den ersten Kampfpanzer der neuen Generation: Hersteller KNDS präsentiert die Neuentwicklung Leopard 2 A8 am Nachmittag in München. „Die ersten Kampfpanzer sollen 2027 an die Truppe ausgeliefert werden, mit dem Ziel, bis 2030 alle 123 Kampfpanzer an die Truppe ausgeliefert zu haben“, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) der Deutschen Presse-Agentur.
Der Leopard 2 A8 ist nach Militärangaben der erste Neubau eines Kampfpanzers für die Bundeswehr seit 1992. Alle bisherigen Versionen des Panzers waren Kampfwertsteigerungen des ursprünglichen Leopard 2 A4.
Für das Heer bringe der Kampfpanzer „den besten je gebauten Leopard 2“, sagte ein Experte des Heeres. Der Panzer begegne den aktuell erwartbaren Bedrohungen auf dem Gefechtsfeld und sei digitalisiert. Der Panzer hat einen verbesserten Dachschutz und das aktive Schutzsystem des israelischen Herstellers Rafael. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Hard-Kill-System: Es zerstört anfliegende Geschosse des Gegners noch vor ihrem Aufprall auf der Panzerung.
Das System besteht aus vier Radarsensoren und zwei Werfereinheiten, die am Turm des Panzers angebracht sind. Gemeinsam mit dem „Gehirn“ des Systems, einem Hochleistungsrechner, bilden sie einen unsichtbaren Schild um den Kampfpanzer. Darüber hinaus wird die Panzerung des Leopard 2 A8 gegenüber seinen Vorgängern verstärkt. „Insgesamt verfügt er über den besten Schutz, den es für deutsche Kampfpanzer gibt“, sagte der Heeresexperte dazu.
Der „Roll-out“ in München ist eine erste Präsentation des Waffensystems in der Öffentlichkeit. Die Bundeswehr wird 2026 die ersten Fahrzeuge für Erprobungen erhalten und intensiv auf die Eignung prüfen. Im Anschluss erhalten die ersten Bataillone die Fahrzeuge, als erstes Soldaten der zum Schutz der Ostflanke im Baltikum stationierten Brigade Litauen.
Für die Panzertruppe der Bundeswehr wurden 123 Leopard 2 A8 bestellt, darunter 18 als Ersatz für die Abgabe der Leopard 2 A6 an die Ukraine. Insgesamt sind für die Kampfpanzer Ausgaben von mehr als 3,4 Milliarden Euro eingeplant - größtenteils aus dem Sondervermögen für die Bundeswehr. Neben Deutschland kaufen weitere Nationen den Leopard 2 A8: Kroatien, Litauen, Niederlande, Norwegen, Schweden und Tschechien.
Diese Technologie sei auch „nicht überholt“. „Im Gegenteil, wir wissen: Auch moderne Kriege werden keine reinen Drohnenkriege sein. Souveränes Territorium wird auch in Zukunft mit Panzern, Schiffen, Flugzeugen und nicht zuletzt von Soldatinnen und von Soldaten verteidigt werden müssen“, sagte Pistorius.
Er sprach von einer militärischen Grundwahrheit: „Der Kampfpanzer ist das Rückgrat beweglicher Operation. Er ist allwetterfähig, hochmobil und entscheidend für schnelle Manöver, unterstützt von Artillerie und zukünftig stärker von Drohnen und Drohnenabwehr.“
Es könnten möglicherweise auch noch weitere Bestellungen folgen, doch welche Zahl dem Verteidigungsministerium vorschwebt, sagte Pistorius nicht. „Die Zielgröße, werden Sie verstehen, würde ich gerne für mich behalten.“ Eine Bestellung in einer Größenordnung von 500 oder noch mehr Leopard-Panzern schloss Pistorius aus: „Bis die produziert und geliefert wurden, dann würden wir über das Jahr 2040 vermutlich reden.“ Die bisher bestellten 123 sollen bis 2030 an die Bundeswehr geliefert werden, wie ein Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Pistorius forderte von der Rüstungsindustrie insgesamt höheres Tempo und mehr Zuverlässigkeit bei der Lieferung: „So müssen wir darauf bauen können, dass die Industrie vereinbarte Stückzahlen zum vereinbarten Zeitpunkt und zum verabredeten Preis liefert.“ Für den Bund sagte er eine neuerliche Revision des wegen Bürokratie und Trägheit in der Vergangenheit oft kritisierten Beschaffungsamts der Bundeswehr in Koblenz zu, um auch auf der Verwaltungsseite die Abläufe zu beschleunigen. Pistorius betonte jedoch, das BAAAINBw habe den „Tunaround„ bereits geschafft
Das neue Leopard-Modell hat einen verbesserten Dachschutz und ein Schutzsystem des israelischen Herstellers Rafael, das anfliegende Geschosse noch vor ihrem Aufprall zerstören soll. Darüber hinaus ist die Panzerung des Leopard 2 A8 verstärkt. „Der Leo ist traditionell der modernste und fähigste Kampfpanzer, den es auf der Welt gibt“, sagte Pistorius.
Der „Roll-out“ in München war die erste Präsentation des Waffensystems in der Öffentlichkeit. Die Bundeswehr wird 2026 die ersten Fahrzeuge für Erprobungen erhalten und prüfen. Im Anschluss erhalten die ersten Bataillone die Fahrzeuge, als erstes Soldaten der zum Schutz der Ostflanke im Baltikum stationierten Brigade Litauen.
Für die bisher bestellten 123 Leopard 2 A8 sind Ausgaben von mehr als 3,4 Milliarden Euro eingeplant - größtenteils aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen für die Bundeswehr. Neben Deutschland kaufen weitere Nationen den Leopard 2 A8: Kroatien, Litauen, Niederlande, Norwegen, Schweden und Tschechien.













