Protest gegen Verkehrsflut

Brenner-Blockade: Polizei in Südtirol verstärkt Präsenz

Die italienischen Behörden sind für die Brennersperre gerüstet.

Die italienischen Behörden sind für die Brennersperre gerüstet.

Von dpa

Wegen der Brenner-Sperre und einem erwarteten erhöhten Verkehrsaufkommen am heutigen Samstag hat Südtirol die Aufmerksamkeit des Zivilschutzes erhöht. „Diese Brenner-Blockade ist in Kombination mit diesem Rückreisewochenende zweifelsohne ein Moment von Zivilschutzrelevanz“, sagte der Chef der Agentur für Bevölkerungsschutz, Klaus Unterweger, dem Sender Rai Südtirol. Die Aufmerksamkeitsstufe sei deswegen erhöht worden.

Auf der österreichischen Seite des Brenner-Passes ist von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Autos und Motorräder kein Durchkommen. Auf italienischer Seite gilt die Sperre von 10.30 Uhr bis 20.00 Uhr. Grund für die Blockade ist eine Demonstration in Österreich aus Protest gegen die Verkehrsflut am Brenner.

Die Verkehrspolizei in Südtirol hat ihre Präsenz deutlich verstärkt. Auch eine intensivere Überwachung entlang der Brennerachse war angekündigt. Von unnötigen Reisen auf der Strecke wurde dringend abgeraten.

Auf italienischer Seite dürfen Fahrzeuge ab Sterzing nicht mehr weiter. „Diese Fahrzeuge müssen wir dann in Sterzing ableiten von der Autobahn und sie bestmöglich im Gebiet dann verteilen und ihnen die Geduld abverlangen, dass sie wieder bis zum Abend abwarten, um dann ihre Fahrt fortführen zu können“, sagte Hartmann Reichhalter vom Betreiber der Brennerautobahn A22.

Viele Reisende in Südtirol haben ihren Urlaub angesichts der Sperre angepasst und sind entweder schon am Freitag abgereist oder planen die Abreise in den kommenden Tagen, um einem möglichen Verkehrschaos auszuweichen. Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass das Verkehrsaufkommen an den Tagen nach der Blockade ebenfalls hoch sein wird. Autofahrer müssten auch dann mit deutlichen Verzögerungen rechnen, hieß es.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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