Kleines Budget als Ansporn
Bayern-Basketballer: Bau von Leuchtturm-Projekt startet 2026
Als neuer Sport-Geschäftsführer der Bayern-Basketballer betrachtet Thorsten Leibenath das geringere Euroleague-Budget als besonderen Ansporn. „Das tut mir persönlich überhaupt nicht weh. Ich finde es eher spannend, mit dann etwas geringeren Mitteln auf Euroleague-Ebene hantieren zu dürfen“, sagte Leibenath.
„Wir wollen in der Euroleague overperformen, wir wollen nicht gemessen an unserem Budget einfahren, sondern wir wollen darüber hinaus landen.“ Deswegen müsse man auch mit „unkonventionellen Maßnahmen“ arbeiten und andere Wege gehen.
Zusammen mit dem neuen Trainer Anton Gavel soll Leibenath die Basketballer des deutschen Fußball-Rekordmeisters wieder zu Titeln und in die Playoffs in Europa führen. Weit sind die Planungen eines Performance-Centers am FC Bayern Campus, in das Leibenath seine Expertise einbringen soll.

Christian Kunz/dpa
Thorsten Leibenath (l) ist der neue Sport-Geschäftsführer der Bayern-Basketballer.
„Wir werden im Herbst dieses Jahres den Spatenstich haben“, sagte Präsident Herbert Hainer. „Das wird am Campus draußen entstehen und da werden dann alle Basketballaktivitäten da draußen zusammenziehen.“ Die Bauzeit bezifferte Hainer auf zweieinhalb Jahre.
Die Basketball-Aktivitäten des Clubs sollen dort gebündelt werden. Am Bayern-Campus sind vor allem die Fußball-Nachwuchsteams des FC Bayern beheimatet. Laut dem zweiten Basketball-Geschäftsführer Adrian Sarmiento soll das neue Center „ein großer Leuchtturm für diesen Verein in der Zukunft werden“.
Der OrangeCampus in Leibenaths langjähriger Wirkungsstätte Ulm ist eines der modernsten Leistungszentren Europas. Die Anlage gilt als zentrale Grundlage für Ulms Erfolg bei der Entwicklung junger Spieler bis hin zu NBA-Talenten.
Erst einmal sollen nach den Verpflichtungen von Gavel und Leibenath nach der enttäuschenden titellosen Saison wieder Trophäen her. „Natürlich hat der FC Bayern, wo immer er antritt, ambitionierte Ziele“, sagte Hainer. Allerdings nicht um jeden finanziellen Preis.
„Das war aber immer der Weg des FC Bayern München, maximalen sportlichen Erfolg zu holen auf einer wirtschaftlich stabilen Basis. Und davon werden wir auch nicht weggehen. Das haben wir in den letzten 50 Jahren im Fußball bewiesen.“ Mit Gavel und Leibenath habe man eines der „ambitioniertesten und innovativsten“ Duos in Europa.
Laut Leibenath ist die Kaderplanung nicht abgeschlossen. Angesprochen auf eine vom Pressesprecher vorgelesene Fanfrage, ob NBA-Profi Maxi Kleber vielleicht nach München wechseln könne, machte der Geschäftsführer nicht viel Hoffnung.
„Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich ein Riesenfan von Maxi bin“, sagte Leibenath. Der Spieler der Los Angeles Lakers stünde jedem Club in der Euroleague gut zu Gesicht. „Gleichzeitig halte ich eine Verpflichtung für sehr, sehr unwahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt.“









