Fußball-Bundesliga
Baum nach FCA-Beförderung happy: „Fünf Monate länger Spaß“
Nach seiner zweiten Beförderung vom Interims- zum Chefcoach des FC Augsburg blickt Manuel Baum voller Euphorie und Vater-Stolz auf die restliche Saison in der Fußball-Bundesliga. Der 46-Jährige hätte den FCA eigentlich nur für drei Partien im Dezember trainieren sollen - kurz vor Weihnachten einigte er sich mit den Bossen dann auf ein Engagement bis Saisonende. „Mir hat das Mega-Spaß gemacht die drei Wochen - jetzt haben wir halt fünf Monate länger Spaß zusammen“, sagte Baum beim Trainingsstart der bayerischen Schwaben nach der kurzen Weihnachtspause.
Der Trainer berichtete, dass er von der Familie die Erlaubnis bekommen habe, den Job für die restliche Saison zu machen - und mehr noch: „Meine Kinder sind 10 und 13 Jahre alt. Das ist natürlich mega cool für die, den Papa so richtig bewusst zu erleben“, sagte Baum und meinte damit seine Rolle als Bundesliga-Chefcoach. Er war zwar schon von 2016 bis 2019 FCA-Trainer, aber da waren die Geschwister noch klein. „An das letzte Mal konnten sie sich nicht erinnern.“
Für ihn habe nach den drei Partien im Dezember außer Frage gestanden, den Augsburger Profis auch länger zu helfen. „Ich habe mein Herz an den Verein verloren“, sagte Baum, der vor seinem Hilfsjob als Trainer Direktor für Entwicklung beim FCA war - und dies irgendwann auch wieder sein wolle.
Die Situation in der Tabelle, wo der Vorsprung auf die Abstiegszone nur zwei Punkte beträgt, sei ihm bewusst. „Es hängt alles brutal eng zusammen“, sagte er und verwies auf den Rückstand von nur drei Zählern auf Bremen und Rang zehn. Neben den nötigen Erfolgen und Punkten will er in 2026 auch jeden einzelnen Spieler besser machen und das „Kulturthema“ vorantreiben, also die Augsburger Fußball-Philosophie als extrem unangenehmer Gegner stärken.
Beim Trainingsstart war auch der erst kurz zuvor vom VfB Stuttgart ausgeliehene Jannik Keitel dabei. Dies dürfte nicht der einzige Neuzugang in der Winterpause bleiben. „Wir möchten schon noch Spieler dazuholen, da arbeiten wir dran“, kündigte Sportdirektor Benni Weber an, schränkte aber zugleich ein: „Wir werden nichts Verrücktes tun, weil der Markt verrückt ist.“









