Mehr Tempo

Beim Grenzlandkongress in Cham kündigt Tschechien Schienenausbau an

Zwei Präsidenten setzen die bayerisch-tschechische Freundschaft gekonnt in Szene: Ministerpräsident Markus Söder empfängt den Prager Regierungschef Petr Fiala in Cham. Der Gast bringt die Bayern zum Staunen.


Der dreistündige Besuch der Präsidenten Petr Fiala und Markus Söder (hier bei der Unterschrift im Goldenen Buch der Stadt Cham) war vom Stab der Staatskanzlei detailliert durchgetaktet worden.

Der dreistündige Besuch der Präsidenten Petr Fiala und Markus Söder (hier bei der Unterschrift im Goldenen Buch der Stadt Cham) war vom Stab der Staatskanzlei detailliert durchgetaktet worden.

Alles ist vorbereitet. Das böhmische Gulasch ist fertig, die Sprengstoffhunde haben sich ergebnislos durch die Räume der Stadthalle geschnüffelt und die Fotografen haben ihre Ausfertigung des minuziös geplanten Zeittableaus des Besuchs bekommen. Es ist kurz vor 13 Uhr und die örtliche Politikprominenz wartet auf dem Vorplatz der Stadthalle auf die Gäste. Zwei Ministerpräsidenten haben sich angekündigt: Bayerns Regierungschef Markus Söder und der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala laden zum ersten Grenzkongress. Der Themen gibt es viele, doch eines hat besonders großes Aufregerpotenzial: Das rekordverdächtige Tempo des Bahnausbaus auf tschechischer und das Bummeltempo auf deutscher Seite. "Es kann doch nicht sein, dass ab 2030 den E-Zügen aus Tschechien an der Landesgrenze eine Diesellok vorgespannt wird", machte Landrat Franz Löffler seinem Ärger Luft.

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