Zurückdenken Tag des Tagebuchs: Aus diesen Gründen lohnt es sich, eins zu schreiben

Redakteurin Tanja Pfeffer hat sich Gründe überlegt, warum es sich lohnt, ein Tagebuch zu führen. (Foto: David Voltz) Quelle: Unbekannt

Allein daheim, alles ist still und trotzdem habe ich ein Dauergrinsen im Gesicht. Ein Lachanfall nach dem anderen überkommt mich, während ich Zeile für Zeile in eine andere Welt eintauche. In meine Welt. Vor vielen Jahren. Zum Tag des Tagebuches am 12. Juni 2015 habe ich in der Kiste ganz unten im Kellerregal gewühlt. Mein erstes Tagebuch habe ich mit sieben Jahren bekommen. An Weihnachten 1994 habe ich meinen ersten Eintrag geschrieben. Da ging es noch um Geschenke, dann um Freunde, Geburtstagsfeiern und um die Schule und bald um die ersten Schwärmereien und den ersten Liebeskummer. Und mit jeder Zeile werde ich wieder Teenager und erinnere mich an all das, was ich schon längst vergessen hatte. Weil dieses Gefühl jeder kennen sollte, kommen hier 13 Gründe, warum ihr noch heute mit dem Tagebuchschreiben anfangen solltet.

  1. Weil man seine Gedanken besser sortieren kann, wenn man sie aufschreibt.

  2. Weil man - je älter man wird - die schönen Kleinigkeiten seiner Jugend vergisst oder auch verdrängt.

  3. Weil es ein tolles Gefühl ist, nach Jahren reinzulesen und mit Scham, Überraschung, aber auch Wehmut und Sehnsucht an die aufregende Zeit zurückzudenken.

  4. Weil man sich so alle verflossenen Lieben und auch jede Schwärmerei nochmal in Erinnerung rufen kann. Lächeln im Gesicht garantiert.

  5. Weil man besser einschlafen kann, da nicht mehr so viele Gedanken im Kopf herumschwirren.

  6. Weil es dich einfach immer zum Lachen bringt, wenn du Einträge von vor fünf, zehn oder mehr Jahren liest.

  7. Weil es deine Kreativität steigert.

  8. Weil es keinen größeren Vertrauensbeweis gibt, als ein Tagebuch zu besitzen und sich sicher zu sein, dass es keiner liest.

  9. Weil man sich ungehemmt über alles und jeden auslassen kann. Man gibt seinen Ballast, seine Wut, seinen Frust und all seinen Kummer an ein paar Blätter Papier ab. Genauso aber verstärkt es das Glücksgefühl, wenn einem was richtig Tolles passiert ist.

  10. Weil man sich Zeit für sich nimmt.

  11. Weil man in eine andere Zeit eintaucht und feststellt, dass am Ende doch alles wieder gut geworden ist. Diese Erkenntnis nimmt man auch für spätere Rückschläge mit. Die Zeit heilt eben doch alle Wunden.

  12. Weil man nicht nur schreiben muss. Ein Tagebuch kann auch eine Sammlung wichtiger Dinge sein, wie Kinokarten, Fotos oder auch Postkarten.

  13. Weil man nur hier richtig ehrlich zu sich selbst ist.
 

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