Zurück auf Rang vier Straubing Tigers gewinnen verrücktes Spiel in Köln

Dank eines starken Schlussdrittels haben die Straubing Tigers am Mittwochabend ihr Auswärtsspiel bei den Kölner Haien mit 5:4 gewonnen. Damit kletterten die Blau-Weißen in der Tabelle wieder auf Rang vier und haben vor dem abschließenden Doppelvergleich gegen die Grizzlys Wolfsburg am Wochenende weiter die Chance, noch aus eigener Kraft die Playoffs zu erreichen.

Tigers Coach Tom Pokel veränderte die Sturmreihen im Vergleich zur 3:5-Heimniederlage gegen die Haie am vergangenen Sonntag grundlegend. Lediglich die Reihe um Chasen Balisy, Corey Tropp sowie Antoine Laganiére blieb unverändert. In der Defensive vertraute Pokel dagegen mit einer Ausnahme auf seine bewährten Pärchen. Einzig Benedikt Schopper kehrte für Stephan Daschner ins Lineup zurück. Im Tor startete erneut Sebastian Vogl. Und die Tigers legten einen Blitzstart hin: Gleich in der ersten Spielminute verwertete Balisy einen Abpraller von Kölns Goalie Justin Pogge, der zuvor einen Schuss von Laganiere nicht festhalten konnte, zur frühen Führung. Bedingt durch mehrere Straubinger Strafzeiten fand in der Folge allerdings Köln immer besser ins Spiel. Nachdem zuvor Vogl mehrfach in letzter Not parieren konnte, nutzte Frederik Tiffels das dritte Powerplay der Haie zum Ausgleich. Davon wenig beeindruckt, erhöhten die Tigers die Schlagzahl wieder. Zunächst traf Marcel Brandt den Pfosten, anschließend sorgte Jeremy Williams mit seinem 99. DEL-Tor für die erneute Führung.

Den Start ins Mitteldrittel verschliefen die Gäubodenstädter jedoch komplett. Zunächst durfte Jason Akeson ohne angegriffen zu werden ins Straubinger Verteidigungsdrittel marschieren und zum 2:2 abschließen. Nur knapp zwei Minuten später fand ein Schuss von Kölns Defender Kevin Gagné, der von Williams abgefälscht wurde, erneut den Weg ins Tor. In der Folge fingen sich die Tigers zwar wieder, blieben jedoch auch im weiteren Verlauf des zweiten Spielabschnitts offensiv harmlos. Entsprechend unzufrieden äußerte sich Kapitän Sandro Schönberger in der zweiten Pause gegenüber MagentaSport: „Wir haben gute Phasen, aber teilweise spielen wir Schnarchnasen-Eishockey. Für uns geht es um alles. Wir müssen jetzt 20 Minuten richtig Gas geben.“

Die Tigers nahmen sich diese Ansage ihres Kapitäns sofort nach Wiederbeginn zu Herzen und glichen durch Andreas Eder erneut aus. Bei angezeigter Strafe antwortete Akeson mit seinem zweiten Treffer der Partie allerdings fast postwendend. Im Gegensatz zum erneuten vermeintlichen Straubinger Ausgleich wiederum nur Sekunden später durch Laganiére fand dieses Tor nach anschließendem Videobeweis auch Anerkennung. Dieser gelang dann schließlich Fredrik Eriksson, der einen Abpraller von Pogge nach einem Schuss von Eder über die Linie drückte. Nach einem Schockmoment aus Straubinger Sicht – Sven Ziegler musste mit einer Verletzung am Knie in die Kabine – sorgte Kael Mouillierat in Überzahl für den umjubelten Siegtreffer.

Kölner Haie – Straubing Tigers 4:5 (1:2, 2:0, 1:3)

Tore: 0:1 (0:59) Balisy (Laganiére), 1:1 (10:23) F. Tiffels (Matsumoto), 1:2 (13:07) Williams (Eder), 2:2 (21:23) Akeson (Matsumoto, Zalewski), 3:2 (23:45) Gagné (Sheppard, F. Tiffels), 3:3 (42:09) Eder (Eriksson), 4:3 (44:41) Akeson, 4:4 (50:35.) Eriksson (Eder), 4:5 (55:13) Mouillierat (Williams, Acolatse – PP1) - Strafminuten: 6 – 8 - Schiedsrichter: Schrader/Schukies.

 

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